Sport : 1. FC Kaiserslautern - Slavia Prag: Koch rettet das Remis

Trotz einer streckenweise blamablem Vorstellung darf der 1. FC Kaiserslautern auf den Sprung ins Viertelfinale des Uefa-Cups hoffen. Mit viel Glück erreichten die Pfälzer beim tschechischen Meisterschaftszweiten Slavia Prag im Achtelfinal-Hinspiel ein 0:0. Käme die Mannschaft von Teammanager Andreas Brehme weiter, würde in der nächsten Runde am 8. und 15. März der Sieger aus der Begegnung zwischen dem PSV Eindhoven und dem AC Parma warten.

"Aufgrund der schwachen ersten Halbzeit müssen wir mit dem Unentschieden zufrieden sein. Da haben wir Fehler gemacht, die dürfen einer Schülermannschaft nicht passieren", resümierte Andreas Brehme. Der ehemalige Nationalspieler Mario Basler sagte nach dem Abpfiff: "Wir haben viel Glück gehabt." Allerdings bedarf es im Rückspiel in einer Woche auf dem heimischen Betzenberg einer deutlichen Leistungssteigerung der enttäuschenden Lauterer. Denn die junge Elf der Tschechen war vor 17 840 Zuschauern im Strahov-Stadion die eindeutig bessere Mannschaft und scheiterte bei zahlreichen guten Gelegenheiten am Schusspech, der Torlatte oder am besten Kaiserslauterner, Torwart Georg Koch.

Wie die verletzungsgeplagten Gäste, die unter anderem auf Youri Djorkaeff und Murat Yakin verzichten mussten, hatten auch die Prager zahlreiche Ausfälle zu beklagen. So war der ehemalige Bundesliga-Torjäger Pavel Kuka wegen seines Einsatzes beim UI-Cup-Finale für den VfB Stuttgart ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Klub nicht spielberechtigt. Trotzdem zeigte der Tabellenachte der tschechischen Liga abgesehen auf die Schlussphase engagiertere Spielweise, während bei den Lauterern fast nichts Konstruktives im Spielaufbau zustande kam.

So scheiterte der agile Ludek Zelenka zweimal aus aussichtsreicher Position (11. und 21.) und Georg Koch rettete gegen Ivo Ulich (26.) und Richard Dostalek (43.) das 0:0 in die Halbzeit. "Wir müssten eigentlich schon 4:0 führen. Hoffentlich rächt sich das nicht", sagte Kuka in der Pause. Entsprechend verärgert war Andreas Brehme: "In der Kabine ist es ziemlich laut geworden. So viele Fehlpässe wie wir kann man eigentlich gar nicht spielen. Ich hätte die halbe Mannschaft auswechseln können." Seine Standpauke zeigte nach dem Seitenwechsel jedoch wenig Wirkung.

Der Weltmeister von 1990 hatte es zunächst bei der Einwechslung von Andreas Buck belassen, der kurzzeitig für etwas Entlastung sorgen konnte. Doch schnell übernahmen die Gastgeber wieder das Kommando. So klärte Georg Koch bei einem Kopfball von Martin Hysky (61.) und bei der größten Möglichkeit für Prag köpfte Tomas Dosek den Ball an die Latte (63.).

Erst in der Schlussphase ließen die Kräfte beim zehnfachen tschechischen Meister nach und die Pfälzer, die von rund 4500 mitgereisten Fans unterstützt wurden, kamen zu ihren ersten Torchancen. Dabei wäre sogar ein Sieg möglich gewesen, doch einen Schuss von Marian Christow klärte Adam Petrous (67.) für den bereits geschlagenen Torhüter Radek Cerny vor der Linie. Der ansonsten völlig enttäuschende Mario Basler traf mit einem 16-Meter-Schuss nur den Pfosten (74.).

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