• 1. FC Kaiserslautern: Vorstandsvorsitzender Friedrich über die Ungenießbarkeiten der Gerüchteküche

Sport : 1. FC Kaiserslautern: Vorstandsvorsitzender Friedrich über die Ungenießbarkeiten der Gerüchteküche

Herr Friedrich[100 Jahre alt ist Ihr Klub gerade]

Jürgen Friedrich (53) ist Vorstandsvorsitzender des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern.



Herr Friedrich, 100 Jahre alt ist Ihr Klub gerade geworden. Eigentlich ein Grund zum Feiern, wenn nicht ständig neue Gerüchte auftauchen würden, wer Sie so alles verlässt.

Dazu gebe ich keine Kommentare mehr ab.

Warum nicht?

Weil mir das einfach zu blöd ist.

Warum aber behauptet Youri Djorkaeff dann, dass Otto Rehhagel in der nächsten Saison nicht mehr Ihr Trainer ist?

Das ist doch ganz einfach. Da sagt ein Journalist: "Herr Djorkaeff, ich habe gehört, das Otto Rehhagel möglicherweise nicht mehr hier ist." Dann antwortet Youri: "Ach du Schande, wenn Rehhagel nicht mehr da ist, gehe ich auch!". Das ist unwürdig und unwahr, das kommentieren wir nicht mehr. Ich bin überzeugt, dass all diese Blätter Schwierigkeiten bekommen werden durch das Internet. Daran arbeiten wir.

Wie wird das konkret aussehen?

In Kaiserslautern werden wir diese Situation ab dem 10. Juli dank unseres Internet-TV haben. Dann werden wir in einem solchen Fall Herrn Rehhagel und Herrn Djorkaeff ins Studio bitten, und die beiden werden dann sagen: "In den letzten vier Wochen haben Sie alle nur Unwahrheiten über uns erzählt."

Ihr Torhüter Andreas Reinke behauptet: "Normal sind in einer Mannschaft drei, vier Spieler unzufrieden, hier sind drei zufrieden."

Wenn Sie einen Spieler fragen, der den Klub verläßt, weil er sich verpokert hat, was erwarten Sie denn dann von solch einem Spieler?! Reinke ist unzufrieden mit dem, was er hier erreicht hat. Das akzeptieren wir, daraus haben wir unsere Schlüsse gezogen. Wechseln Sie die Vereinsembleme aus, und Sie werden solche Dinge überall hören.

Mag sein, woher rührt das aber?

Dieses Metier ist ein fantastischer Arbeitsplatz, bloß sind die gedanklichen Konstruktionen bei dem ein oder anderen Arbeitnehmer nicht mitgewachsen mit seinem Gehalt. Diese Arbeitnehmer sind aber den erhöhten Ansprüchen der Medien nicht immer gewachsen. Das Problem ist, dass es von euch zu viele gibt. Früher waren bei der "FAZ" drei Sportredakteure tätig, heute sind es 18.

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