Sport : 1.FC Köln - 1.FC Kaiserslautern: Lautern stürzt Köln in die Krise

Der 1. FC Kaiserslautern hat Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln in die Krise gestürzt. Die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen verlor vor 36 000 Zuschauern im Müngersdorfer Stadion 0:1 (0:1) und erlitt damit bereits die dritte Niederlage in Folge. Das entscheidende Tor erzielte in der 14. Minute Kaiserslauterns Stürmer Vratislav Lokvenc, der eine präzise Hereingabe von Andreas Buck per Hackentrick verwandelte.

Damit blieben die Kölner, die sich erstmals in dieser Saison Pfiffe des eigenen Publikums gefallen lassen mussten, auch im achten Bundesliga-Heimspiel hintereinander gegen Kaiserslautern sieglos und müssen sich in der Tabelle nun wieder nach unten orientieren. Die Pfälzer rücken durch dem Sieg bis auf drei Punkte an die Champions-League-Plätze heran. FCK-Teammanager Andreas Brehme mühte sich aber gleich nach der Partie darum, den Sieg richtig einzuordnen: "Wir haben es versäumt, in der ersten Halbzeit ein zweites Tor nachzulegen. Wir müssen schnellstens unsere Fehler abstellen, damit wir in solchen Spielen am Ende nicht noch in Bedrängnis geraten, wie es heute der Fall war."

Kaiserslautern machte auf dem neuen Rasen des Müngersdorfer Stadions von Beginn an Druck. Wie schon zuletzt beim 0:1 gegen den SC Freiburg verstand es die Elf von Lienen nicht, Akzente in der Offensive zu setzen. "Uns fehlte einfach das Quäntchen Glück im Abschluss. Die Pfiffe der Zuschauer sorgen natürlich auch nicht für Sicherheit", sagte Kölns Kapitän Dirk Lottner. Erst nach dem Schock des Lauterer Führungstores wurden die Gastgeber wach. Kurz vor der Halbzeit scheiterten Archil Arweladse und Alexander Voigt mit Großchancen. In der Pause ließ Lienen ein Donnerwetter folgen, worauf Köln im zweiten Durchgang bedingungslos auf Angriff spielte, aber wiederholt am eigenen Unvermögen scheiterte. Torjäger Christian Timm gestand seine Ratlosigkeit ein: "Wir denken schon seit Wochen darüber nach, warum wir keine Tore erzielen. Ich weiß nicht, woran es liegt." Schon in den letzten fünf Heimspielen hatten die Kölner in der Bundesliga kein einziges Tor gegen Kaiserslautern erzielt. Nach dem 0:1 gegen Freiburg und dem 1:4 in Leverkusen ist für Köln nun wieder Abstiegskampf angesagt. "Wir haben die erste Viertelstunde verschlafen. Wir waren sehr nervös und haben viele Bälle verloren. Das frühe Tor konnten wir gar nicht gebrauchen. Wir haben uns sehr dumm angestellt. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Druck gemacht, aber auch da die letzte Durchschlagskraft vermissen lassen", sagte Ewald Lienen.

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