Sport : 1. FC Köln: Köln schießt sich aus dem Keller

Der 1. FC Köln hat mit einem Kraftakt den Absturz an das Tabellenende der Fußball-Bundesliga verhindert und den VfB Stuttgart einen Tag vor dem Abtritt von Vereinspräsident Gerhard Mayer-Vorfelder in eine tiefe sportliche Krise gestürzt. Mit dem 3:2 (2:2) am Sonntagabend verließen die Kölner die Abstiegsränge und kämpften sich auf Platz 13 vor. Stuttgarts Trainer Ralf Rangnick geht schweren Zeiten entgegen.

In einer rasanten Partie erzielte Kölns Kapitän Dirk Lottner in der 75. Spielminute vor 32 000 Zuschauern im Müngersdorfer Stadion den Siegtreffer. "Nach der 0:6-Schlappe waren wir heute in der Bringschuld", sagte Kölns Trainer Ewald Lienen. "Vor allem in der zweiten Halbzeit hat sich die Mannschaft durch eine bravouröse kämpferische Leistung den Sieg verdient."

Dem Stuttgarter Spieler Heiko Gerber war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: "Wir haben gut begonnen, aber dann in fünf Minuten wieder zwei katastrophale Abwehrfehler gemacht. Im Moment läuft bei uns nicht viel zusammen." Und Stuttgarts Trainer Ralf Rangnick ergänzte: "Wir haben uns heute selbst geschlagen. Wir hatten das Spielgeschehen komplett unter Kontrolle und alle Trümpfe in unserer Hand. Wir haben heute die Chance auf drei Punkte sehr fahrlässig verspielt."

Stuttgarts Viorel Ganea (28.) eröffnete das Torfestival. Sein Tor rüttelte die Kölner wach. Nach einem verunglückten Abschlag von VfB-Keeper Hildebrand traf Timm mit einem Heber nur die Latte - Springer staubte zum 1:1 ab. Dann war es erneut Springer, der die Kölner in Führung brachte. Vier Minuten vor dem Pausenpfiff traf Stuttgarts Thiam mit einem 20-m-Schuss zum verdienten Ausgleich. In der zweiten Hälfte erlöste Lottner die Kölner Anhänger 15 Minuten vor Spielende mit seinem dritten Saisontreffer. Viel Glück hatten die Kölner in der 78. Minute: Gleich vier Mal retteten die FC-Spieler auf der Linie. Kölns zweifacher Torschütze Springer freute sich riesig: "Wir sind als Mannschaft zurückgekommen." Und Abwehrspieler Jens Keller sagte: "Das war ein wichtiger Sieg, vor allem für die Moral."

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