Sport : 1.FC Köln - SV Freiburg: Köln bleibt im Morast des eigenen Stadions stecken

Nach dem Höhenflug in Frankfurt ist Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln unsanft wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Vor 28 500 Zuschauern im Müngersdorfer Stadion verlor die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen gegen den SC Freiburg 0:1 (0:0) und verpasste damit zum dritten Mal in Folge einen Sieg im eigenen Stadion. Das Tor des Tages erzielte Lewan Kobiaschwili in der 87. Minute durch einen Foulelfmeter. Lienen setzte auf fast unbespielbarem Boden im Dauerregen auf Offensive, die ersten Chancen resultierten aber fast ausschließlich aus Standardsituationen. Erst als Tobias Willi mit einem katastrophalen Rückpass seinen Torhüter Richard Golz in Gefahr brachte, war die FC-Führung eigentlich nicht mehr zu verhindern. Doch der allein auf Golz zulaufende Matthias Scherz vergab in der 37. Minute überhastet.

Freiburgs Trainer Volker Finke versuchte nach der Pause mit Erfolg, die Überlegenheit der Kölner zu brechen. Schon zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff scheiterte Alexander Iaschwili nach einem Freistoß von Wladimir But mit einem präzisen Kopfball. Nur eine Minute später rettete Torwart Alexander Bade gegen Oumar Konde. Bade glänzte auch in der 60. Minute bei einem 30-Meter-Schuss von Soumaila Coulibaly. Und sieben Minuten später vergab Adel Sellimi nach einem Fehler von Lottner eine Riesenchance.

In der zweiten Halbzeit waren die Freiburger die eindeutig bessere Mannschaft. Der Aufsteiger konnte sich am Ende allein bei Torwart Bade bedanken, dass die zweite Heimniederlage des 1. FC Köln nicht schon zuvor feststand. Insbesondere in der Offensive waren Christian Timm und Scherz eine große Enttäuschung. Bei Freiburg überzeugten vor allem Konde und Iaschwili.

Kölns Trainer Lienen erwies sich als fairer Verlierer. "Wir haben gesehen, dass es uns schwer fällt, ein Spiel zu kontrollieren", meinte er. "Als wir unsere Defensive aufgegeben haben, kamen die Freiburger zu ihren Chancen und haben nicht unverdient gewonnen." So sah es auch Volker Finke: "Der Sieg ist nicht unverdient. Natürlich ist der Erfolg durch einen Elfmeter glücklich, aber wir hatten die größeren Chancen."

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