Sport : 1.FC Köln - Unterhaching: Timm trifft wieder

Christian Timm schlich nach dem Duschen in den Mannschaftsbus. Der "U-21"-Nationalspieler ersparte sich nach dem 1:1 des 1. FC Köln gegen Unterhaching jeglichen Kommentar zu seinem ersten Bundesligator nach 20 Spielstunden. Trainer Ewald Lienen sagte gewohnt nüchtern: "Es wäre mir lieber gewesen, er hätte heute kein Tor geschossen und wir hätten das Spiel dafür gewonnen."

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Tipp-Spiel Zuletzt hatte Timm am 25. November beim 2:0-Sieg bei Energie Cottbus getroffen. Doch auch der Rest der Mannschaft wollte Timms siebten Saisontreffer nach zuvor 1166 erfolglosen Minuten nicht überbewerten. "Er hat doch immer gut gespielt, deswegen war das nie wirklich ein Thema", sagte Alexander Voigt. Dennoch: Ein Senkrechtstarter wie Timm, der binnen weniger Wochen das Interesse des Deutschen Meisters Bayern München und von Hertha BSC geweckt hat, wird öffentlich an seiner Torquote gemessen. Zudem gehörte Timms Treffer zu den wenigen aufregenden Momenten des Spiels. Die Kölner taten sich im Spielaufbau gegen die kompakte Hachinger Hintermannschaft schwer, gute Torchancen zu erarbeiten. "Wir haben quer und zurück gespielt. Der Gegentreffer war schließlich dasSchlechteste, was uns noch passieren konnte", gab Lienen zu.

Der Ausgleich durch Markus Oberleitner 30 Sekunden nach Wiederbeginn bedeutete gleichzeitig Hachings größte Möglichkeit in 90 Minuten. Trainer Lorenz-Günther Köstner war nach dem zweiten Auswärtspunkt in Folge dennoch zufrieden: "Jeder Punkt bringt uns ein Stückchen mehr Sicherheit", sagte der 49-Jährige. Dass seine Vertragsverlängerung vom Wochenbeginn mit dem erneuten Punktgewinn auf des Gegners Platz zusammenhängt, glaubt Köstner nicht: "Das wäre Alibi, das lasse ich nicht gelten." Abwehrchef Alexander Strehmel aber gestand: "Das war ein Vertrauensbeweis des Trainers in unsere Stärke, das hat uns bestimmt einen kleinen Schub gegeben." Ob das im Abstiegskampf reicht, ist allerdings unklar.

Köln darf den Traum vom einer Europapokal-Teilnahme weiterträumen, aber nicht ernsthaft darauf spekulieren. "Wer solche Spiele wie das heutige nicht gewinnt, der braucht das Wort Uefa-Pokal gar nicht erst in den Mund zu nehmen", sagte Voigt.

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