1. FC Nürnberg - VfL Wolfsburg : Wolfsburg: Punkte weg, Diego weg

Der VfL Wolfsburg kommt beim 1. FC Nürnberg trotz Führung und klarer Überlegenheit nicht über ein 1:1 hinaus – und verliert zudem seinen Spielmacher.

Krampf und Kampf. Nürnbergs Markus Feulner (r.) und Wolfsburgs Ricardo Rodriguez demonstrieren die geringe Ästhetik der Partie in Franken.
Krampf und Kampf. Nürnbergs Markus Feulner (r.) und Wolfsburgs Ricardo Rodriguez demonstrieren die geringe Ästhetik der Partie in...Foto: dpa

Bei seiner Rückkehr ins Frankenland hat Dieter Hecking dem 1. FC Nürnberg einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf überlassen. Mit dem VfL Wolfsburg kam der langjährige Trainer der Nürnberger bei seinen ehemaligen Arbeitgeber am Samstag trotz drückender Überlegenheit nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und verpasste den fünften Sieg in Serie. Vor 35 678 Zuschauern war vor allem die schlechte Chancenverwertung schuld daran, dass den Niedersachsen ein weiterer Schritt in Richtung Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga verwehrt blieb. Bei den schwachen Franken dagegen wächst langsam wieder die Hoffnung.

Gut elf Monate nach seinem überraschenden Abschied aus Nürnberg war Hecking nach eigener Aussage mit einem „mulmigen Gefühl“ in die alte Heimat zurückgekehrt. Was er zu Beginn hörte, war ohrenbetäubender Lärm aus der Nürnberger Fankurve; was er sah, eine starke Anfangsoffensive der Franken. Gleich der erste Versuch hätte zur Nürnberger Führung führen können, doch Markus Feulner scheiterte ebenso wie Josip Drmic. Bester Mann auf dem Platz war allerdings Wolfsburgs Spielmacher Diego, der sich nach mehreren Wochen Pause wegen eines Muskelfaserrisses gleich bestens in Form präsentierte. Mit filigranen Pässen leitete der Brasilianer etliche vielversprechende Chancen ein und stellte die Nürnberger Verteidigung vor Probleme. Maximilian Arnold besorgte kurz vor der Pause die überfällige Führung für die Gäste. Und die Nürnberger? Von denen war, abgesehen von der Chance zu Beginn und einem Pfostenschuss von Makoto Hasebe zunächst fast gar nichts zu sehen. Der VfL kontrollierte die Partie mit zunehmender Spielzeit und demonstrierte in den Zweikämpfen auch immer wieder seine technische Überlegenheit.

In der zweiten Halbzeit traf der kurz zuvor eingewechselte Daniel Ginczek (72.) aus dem Nichts für die Gastgeber. Das war aber nicht die einzige schlechte Nachricht für den VfL an diesem Nachmittag: Diego muss am kommenden Spieltag gegen den HSV wegen seiner fünften Gelben Karte aussetzen. (dpa)

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