1. FC Union - 1. FC Kaiserslautern 0:0 : Lauer Sommerfußball

Beim Spiel zwischen dem 1. FC Union und dem 1. FC Kaiserslautern konzentrieren sich beide Mannschaften hauptsächlich auf die Sicherung des eigenen Tores.

von
Abwartend: Jean Zimmer (l.) vom 1. FC Kaiserslautern und der Berliner Björn Kopplin positionieren sich im Zweikampf um den Ball. Foto: dpa
Abwartend: Jean Zimmer (l.) vom 1. FC Kaiserslautern und der Berliner Björn Kopplin positionieren sich im Zweikampf um den Ball.Foto: dpa

Vielleicht war es die Wärme der ersten Sonnenstrahlen in diesem Jahr, die in den Fußballern des 1. FC Union und des 1. FC Kaiserslautern falsche Gefühle aufkommen ließ. Die meiste Zeit erinnerte das Zeitligaspiel zwischen beiden Mannschaften am Sonntag an lauen Sommerfußball. Kaum Tempo, kaum Torraumszenen und vor allem: keine Tore. Union und Kaiserslautern trennten sich 0:0. Aus Sicht der Gäste war der Punkt zu wenig, mit einem Sieg hätte sich die Mannschaft von Trainer Runjaic auf den zweiten Tabellenplatz vorschieben können.

Kaiserslautern war der Druck des Gewinnenmüssens von der ersten Minute weg anzumerken. Die Mannschaft wagte sich nur zögerlich nach vorn, Priorität hatte zuerst einmal, Sicherheit in die eigenen Aktionen zu bekommen und die Defensive nicht zu entblößen. Da der 1. FC Union die gleiche Strategie wählte, kam das Spiel nur sehr langsam in Gange. In den vergangenen Spielen hatte der Berliner Zweitligist jeweils sehr frühe Gegentore hinnehmen müssen, aber Kaiserslautern versuchte in der Anfangsphase kaum, vor das gegnerische Tor zu kommen. Die erste Torchance bekamen die 20842 Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei nach rund 20 Minuten zu sehen. Unions Sebastian Polter hielt den Ball am gegnerischen Strafraum geschickt und wartete, bis sich Björn Jopek in Position gebracht hatte. Polters Ball war perfekt getimt, aber Jopek legte sich ihn etwas zu weit vor, sodass Kaiserslauterns Torhüter Tobias Sippel klären konnte.

Bis dahin hatte Kaiserslautern den etwas agileren Eindruck gemacht und vor allem über die rechte Seite der Berliner für Unruhe gesorgt. Unions Verteidiger Christopher Trimmel sah dort einige Male nicht gut aus, aber seine Mitspieler konnten immer noch rechtzeitig klären. Die Berliner Abwehr machte ansonsten einen sehr sicheren Eindruck, obwohl Trainer Norbert Düwel die Formation vor dem Spiel geändert hatte. Für Toni Leistner spielte Björn Kopplin Linksverteidiger, Fabian Schönheim rückte dafür in die Mitte. Der überraschendste Wechsel fand im Tor statt. Mohamed Amsif spielte anstellte von Daniel Haas, der Trainer Düwel in den jüngsten Spielen nicht überzeugen konnte. Amsif musste sich das erste Mal nach einer halben Stunde strecken, als ein Kopfball von Philipp Hofmann knapp am Tor vorbei flog. Von da an sollte der Marokkaner für lange Zeit beschäftigungslos bleiben. 

Union kam besser aus der Pause, gegen die gut organisierte Defensive fand Kaiserslautern kein Mittel. Im Zentrum verdichteten beide Mannschaften die Räume geschickt, versuchten gleichzeitig aber auch nicht, mit langen Bällen hinter die gegnerische Verteidigung zu kommen. So gab es in der zweiten Halbzeit keine einzige richtige Torchance. 0:0 war das einzig logische Resultat       

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben