Sport : 1. FC Union: Berliner Allianz

A.G.

Unions Präsident Heiner Bertram erwartet im Spiel gegen Eintracht Frankfurt über 15 000 Zuschauer im Stadion an der Alten Försterei. 4500 Karten wurden bereits im Vorfeld verkauft. Das Spiel gegen den Erstligaabsteiger ist eines der attraktivsten Heimspiele der Saison - auch für die Berliner Hooligans. Seit Wochen kursieren in der Szene die heftigsten Gerüchte. Angeblich haben über 200 gewaltbereite Fußballfans des BFC Dynamo für heute ihr Kommen angekündigt.

"Kurzfristig ist es möglich, dass es zu Schägereien kommt", erzählt ein Szenekenner. "Aber 200 Hooligans werden es auf keinen Fall." Der BFC Dyamo hat bundesweit die härteste Szene. "Geschlossen werden die BFC-Hooligans nicht auftreten", sagt ein Kenner. "Im Stadion wird nichts passieren, eher schon im Wald." Einige Dynamo-Hooligans hätten lediglich privaten Kontakt nach Frankfurt. Die dortige Hooliganszene war Ende der Achtzigerjahre eine der gefürchtetesten in Deutschland. Sie war unter dem Namen "Adlerfront" organisiert. Heute sind deren Mitglieder im gesetzten Alter. Zum Spiel gegen Union wird der Nachwuchs vom Main erwartet.

Beim 1. FC Union kennt man diese Gerüchte. Die Hooliganszene der Köpenicker umfasst knapp 40 Leute. "Die Frankfurter trauen sich in der Regel nicht nach Berlin", sagt ein Unioner. Hooligans aus den alten Bundesländern hätten in Berlin keine Chance. Bei brisanten Spielen bilden die gewaltbereiten Fußballfans eine Berliner Allianz. Hooligans vom 1. FC Union und dem BFC Dynamo würden gemeinsam auftreten. Viele Hooligans kennen sich aus der Berliner Türsteherszene. Daher sei es eher unwahrscheinlich, dass Hooligans von Dynamo und Frankfurt gemeinsam in Aktion treten.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben