1. FC Union : Ruprechts Rauswurf hat Folgen

Beim Drittligisten 1. FC Union könnten gleich drei Spieler vom Rauswurf ihres Mannschaftskollegen Steven Ruprecht profitieren: Daniel Schulz, Hüzefe Dogan und Torsten Mattuschka, dem Ruprecht die Freundin ausgespannt hatte.

Matthias Koch

Berlin - Einige schwierige Fälle muss der 1. FC Union derzeit lösen. Manche hängen auch sportlich zusammen – wie bei Daniel Schulz und Hüzeyfe Dogan. Beim 1:1 im Spitzenspiel der Dritten Liga beim FC Rot-Weiß Erfurt spielte Daniel Schulz die ersten 70 Minuten. Der für ihn eingewechselte Dogan sorgte mit seinem Ausgleichstreffer für Schwung in der Offensive. Gemeinsam haben die beiden, dass sie momentan nicht zur ersten Reihe des Fußball-Drittligisten gehören.

„Mir bleibt nichts anderes übrig, als Gas zu geben. Keiner will auf der Bank sitzen“, sagte Dogan nach seinem dritten Saisontreffer. „Im Moment hat sich der Trainer gegen mich entschieden. Ich hoffe, dass sich das bald ändern wird.“ Der Mittelfeldspieler hat bislang alle 18 Saisonspiele bestritten, aber nur drei über die volle Distanz. In den jüngsten vier Partien saß der Sommerzugang aus Wuppertal zu Spielbeginn auf der Bank. „Zwischen Hüzeyfe und Torsten Mattuschka gibt es keine großen Unterschiede“, sagt Unions Sportchef Christian Beeck. „Aber Mattuschka ist besser bei Standardsituationen und hat in Erfurt nach langer Zeit ordentlich gespielt.“ Beeck glaubt, dass die Suspendierung von Steven Ruprecht, der Mattuschka die Freundin ausgespannt hatte, ein Befreiungsschlag für den Ex-Cottbuser ist. Trainer Uwe Neuhaus macht dem 27-jährigen Dogan dennoch Mut: „Durch sein Tor hat sich seine Ausgangsposition wieder gebessert.“

Dass Daniel Schulz in Erfurt von Beginn an ran durfte, ist für den Kapitän in dieser Saison immer noch etwas Besonderes. Erst Anfang November erlebte der 22-Jährige nach fast sieben Monaten Verletzungspause seine Rückkehr in die Mannschaft. Erst vier Spiele inklusive zweier Kurzeinsätze kann der ehemalige U-21-Nationalspieler vorweisen. Sein Einsatz in Erfurt war schon ein kleines Risiko. „Daniel Schulz ist nicht zu 100 Prozent fit“, sagt Christian Beeck. „Es ist aber davon auszugehen, dass er bis zur Winterpause in der Mannschaft bleibt.“ Auch Schulz profitiert dabei von der Suspendierung Ruprechts, mit dem er jahrelang zusammenwohnte. Er rückt auf die Position des Ausgemusterten.

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