1. FC Union : Schönes Problem

Marco Gebhardt kehrt im Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig in Unions Startelf zurück.

Matthias Koch
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Gebhardt

Berlin - Marco Gebhardt war stinksauer. Der 36 Jahre alte Mittelfeldspieler des 1. FC Union Berlin musste nach seiner fünften Gelben Karte ausgerechnet beim Ostderby gegen Dynamo Dresden (2:1) erstmals in dieser Drittliga-Saison aussetzen. „Gerade bei so einem Spiel ist das sehr ärgerlich“, sagte der Routinier. Zum Auswärtsspiel heute bei Eintracht Braunschweig, einer kaum weniger prestigeträchtigen Begegnung, steht er wieder zur Verfügung – und stellt Unions Trainer Uwe Neuhaus damit vor Schwierigkeiten: „Wir haben vielleicht das Problem, eine erfolgreiche Mannschaft zu ändern“, sagt Neuhaus. „Dass Marco von Beginn an spielen wird, ist eigentlich klar. Wer für ihn weichen wird, das bleibt bis zum Spieltag intern.“

Beim Sieg gegen Dresden, dem zehnten Spiel ohne Niederlage hintereinander, hatte Neuhaus erstmals in dieser Saison drei Angreifer von Beginn an aufgestellt. Angesichts der Stürmertore von Kenan Sahin und Shergo Biran sowie einer Torvorlage von Karim Benyamina ging dieser Plan auf. Doch auf Gebhardt, der in dieser Saison schon an rund 20 Toren direkt oder indirekt beteiligt war, mag Neuhaus nicht verzichten. „Er ist ein Führungsspieler, verfügt über eine große Qualität und ist jederzeit in der Lage, ein Spiel zu entscheiden“, sagt Unions Trainer über den früheren Erstligaspieler von Eintracht Frankfurt und Energie Cottbus. Für Gebhardt muss wohl Biran oder Verteidiger Michael Parensen auf die Bank.

Gebhardt sieht sich und seine Mannschaft auf einem guten Weg. Den Aufstieg bejubeln will er aber noch nicht: „Wir haben eine Serie gestartet. Aber noch nichts erreicht. Das weiß jeder Einzelne.“ Er selbst aber könnte schon in Kürze einen Grund zum Feiern haben. Bei 25 Einsätzen verlängert sich sein Vertrag automatisch um ein Jahr. „Der Verein und ich kommen schon klar. Ich gehe stark davon aus, dass ich auch im nächsten Jahr für Union spiele“, sagt Gebhardt. Heute in Braunschweig wird er sein 24. Saisonspiel bestreiten. Matthias Koch

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