1. FC Union : Schwitzen im Frühling

Der 1. FC Union hat sich intensiv auf das bisher wichtigste Saisonspiel in Oberhausen vorbereitet. Ein paar Geheimnisse gibt es trotzdem.

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Zusammen können wir es schaffen. Unions Mannschaft muss für den Klassenerhalt noch ein paar Punkte holen.
Zusammen können wir es schaffen. Unions Mannschaft muss für den Klassenerhalt noch ein paar Punkte holen.Foto: dpa

Berlin - Die ersten warmen Sonnenstrahlen haben für Belebung gesorgt im sonst eher beschaulichen Südosten Berlins. Auf dem kleinen Marktplatz vor dem S-Bahnhof Köpenick wimmelt es in diesen Tagen von Verkäufern, die erste Blumen anbieten, und die Cafébesitzer locken ihre Gäste nun wieder mit Sitzmöglichkeiten unter den freien Himmel. Von den Spielern des 1. FC Union dürfte jedoch kaum jemand Zeit gefunden haben, sich den angenehmen Seiten des Lebens zu widmen. Für die Berliner Zweitligafußballer war der Frühlingsanfang in erster Linie eine schweißtreibende Angelegenheit.

Genau zwei Wochen lagen zwischen dem letzten Spiel gegen Arminia Bielefeld und der heutigen Partie bei Rot-Weiß Oberhausen (13.30 Uhr, live bei Sky). Vierzehn Tage, in denen Uwe Neuhaus seine Spielern zu kräftezehrenden Einheiten bat. Die Mannschaft arbeitete mit ihrem Trainer hauptsächlich an der Kondition. Alle sollen in Topform sein, wenn es in den kommenden Wochen in die entscheidende Phase der Saison geht. Neben Oberhausen heißen die Gegner bis zum Osterwochenende FSV Frankfurt und Fortuna Düsseldorf. Beides Tabellennachbarn, beides Mannschaften, die wie Union den Klassenerhalt noch nicht sicher haben. Doch soweit will Neuhaus noch nicht denken.

Unions Trainer hat den Fokus auf Oberhausen gelegt. Das Spiel gegen den Tabellenvorletzten ist für die Berliner wohl das bisher wichtigste der Saison. Gewinnen sie, ist der Klassenerhalt so gut wie geschafft. Auf die Frage, ob das Spiel vorentscheidenden Charakter hat, sagt Neuhaus: „Für die letzten beiden Plätze sicherlich.“ So offensiv hatte sich der 51-Jährige selten geäußert, aber angesichts der Tabellenkonstellation bleibt Unions Trainer auch nichts anderes übrig. Bei einem Sieg hätten die Berliner elf Punkte Vorsprung auf Oberhausen. Der Abstand auf den Relegationsrang 16 wäre mit neun Zählern nur unwesentlich kleiner. Angesichts dessen weist auch Teammanager Christian Beeck auf die Wichtigkeit des Spiels hin: „Wir haben es selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu schaffen. In Oberhausen können wir bereits einen großen Schritt in Richtung unseres Saisonziels machen.“

Die Verantwortlichen des 1. FC Union geben sich kämpferisch, aber innerlich werden sie sich wohl ärgern, dass man nicht schon ein paar Punkte mehr gesammelt hat. Vor allem gegen die direkten Konkurrenten ließen die Köpenicker wichtige Punkte liegen. Gegen den Tabellenletzten aus Bielefeld musste Union vor heimischem Publikum am Ende sogar mit einem Punkt zufrieden sein. Kapitän Torsten Mattuschka und John Jairo Mosquera wurden vom Platz gestellt, beide fehlen heute genauso wie Patrick Kohlmann, der nach seiner fünften Gelben Karte zuschauen muss. Wer das Trio ersetzt, wollte Neuhaus nicht verraten.

Unions Trainer liebt die Geheimniskrämerei. Daran hat auch der Köpenicker Frühling nichts ändern können.

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