Sport : 1. FC Union: Torwarttrainer als Busfahrer. Schweinfurt - ein kurioses Team

Andre Görke

Der FC Schweinfurt 05, heute (15 Uhr, Alte Försterei) Gegner des 1. FC Union, dürfte in Berlin so attraktiv sein wie der FC Remscheid oder der SV Wuppertal. Dabei ist jener Klub aus Nordbayern gar nicht einmal so uninteressant. Werner Lorant etwa, der Trainer der Münchner Löwen, hat einst beim FC Schweinfurt gespielt und ihn 1990 als Trainer in die Zweite Liga geführt. Das Team stieg damals mit drei Saisonsiegen sofort wieder ab und kickte jahrelang in den Amateurligen. In der vergangenen Regionalliga-Saison hatte Schweinfurt 05 mit knapp 2,5 Millionen Mark den geringsten Etat und stieg überraschend auf.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Den bekanntesten Spieler hat Trainer Djuradi Vasic vom MSV Duisburg verpflichtet, einen gewissen Martin Schneider. In Berlin kennt ihn vermutlich niemand, in Schweinfurt hingegen ist er ein Star. Die ganze Mannschaft bringt es insgesamt auf 384 Einsätze in der Ersten Liga. Ohne Schneider wären es nur fünf. Schweinfurt muss mit einem Etat von neun Millionen Mark haushalten. Torwarttrainer Norbert Kleider ist zugleich der Busfahrer des Teams, und bis Februar hatte die Geschäftsstelle nicht einmal Computer. Die Fans aber sind glücklich. Seit Tagen trällern sie schon das neue Vereinslied: FC Schweinfurt ist mein Leben.

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