Sport : 1. FC Union: Uwe Neuhaus wird Trainer

Matthias Koch

Berlin - Es war an sich kein Geheimnis mehr, seit gestern ist es nun auch von Seiten des 1. FC Union offiziell: Uwe Neuhaus heißt der Trainer des Fußball-Regionalligisten in der neuen Saison. Der 47-Jährige wurde seit Wochen bei den Köpenickern gehandelt. Doch erst gestern wurde der Nachfolger für den zum Saisonende aus dem Amt scheidenden Christian Schreier präsentiert. „Wir stehen vor einer wunderbaren Serie, in der wir uns für die geplante dritte Profiliga qualifizieren wollen“, sagte Sportdirektor Christian Beeck. „Wir haben den perfekten Coach gesucht und gefunden.“

Neuhaus, der als Spieler 102 Partien in der Bundesliga und 83 Partien in Liga zwei für Rot-Weiss Essen und Wattenscheid 09 bestritt, erhielt einen Ein-Jahres-Vertrag. „Ich habe fast sechs Monate zu Hause auf der Couch gelegen. Mit der Zeit wurde das langweilig“, erklärte der im November von Zweitligist Essen entlassene Trainer. „Ich freue mich auf einen Verein, der genau weiß, was er will.“

Neuhaus stammt wie Schreier aus dem Ruhrgebiet. Im Gegensatz zum aktuellen Trainer will Neuhaus jedoch auf ausgedehnte Heimfahrten verzichten. „Das bringt die Berufswahl mit sich“, erklärte der frühere Kotrainer von Borussia Dortmund. Mit Spielern von Union hat Neuhaus auch aus Respekt gegenüber der Arbeit von Christian Schreier noch nicht gesprochen, wie er sagte. Er wurde aber bereits eng in die Personalplanungen einbezogen. Und es gibt eine Personalie, die zurzeit ein Reizthema bei Union ist: Nico Patschinksi. Der Stürmer wurde am Freitag wegen privater Sorgen freigestellt. Obwohl er am Dienstag wieder beim Training auftauchte, scheint sein Verbleib über das Saisonende hinaus trotz gültigen Vertrages fraglich.

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