1. FC Union : Verein mit Dachschaden

Fußball-Drittligist 1. FC Union bekommt sein Stadion an der Alten Försterei nicht fertig: Ende März oder Anfang April soll nun Wiedereröffnung sein.

Matthias Koch
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Schaffe, schaffe... Seit Monaten bemüht sich der 1. FC Union, seine Heimspielstätte an der Alten Försterei wieder bespielbar zu...Foto: Mike Wolff

Die Fans werden allmählich ungeduldig. Das allerdings hat nichts mit der sportlichen Situation zu tun. Schließlich ist der 1. FC Union trotz des Spielausfalls am Samstag bei Wacker Burghausen immer noch Tabellenführer der Dritten Liga. Die Union-Anhänger bedrückt vielmehr, dass das Stadion An der Alten Försterei trotz der seit rund einem Monat abgeschlossenen Betonierung der 19 000 Stehplatzränge noch immer nicht bezugsfertig ist. Ursprünglich sollte der Ball schon Ende Oktober wieder in Köpenick rollen.

Grund der Verzögerung: Die mit der Dachkonstruktion beauftragte Firma Omnec aus der Slowakei hat die Dachteile noch nicht geliefert. Dirk Zingler kann dennoch ruhig schlafen. „Am 5. September wurde uns das Grundstück übertragen. Und wahrscheinlich werden wir sieben Monate später das Stadion modernisiert wiedereröffnen“, sagt Unions Präsident. „Diesen Zeitrahmen wird uns wohl keiner so schnell nachmachen können.“

Viele der gut 1100 ehrenamtlichen Stadionbauer aus dem Fan-Umfeld können nicht verstehen, warum die slowakische Dachbaufirma nicht kurzerhand ausgetauscht wird. „Ein Wechsel würde eine Rückkehr in unser Stadion noch weiter verzögern“, sagt Zingler. „Wir haben jetzt einen Zeitplan. Und nach diesem Zeitplan soll das Stadion Ende März oder Anfang April wiedereröffnet werden.“ Dieser Termin sei nicht gefährdet.

Anfragen bei der Firma Omnec sind übrigens zwecklos. Auf Anweisung von Zingler werden diese unverzüglich an die Pressestelle des 1. FC Union weitergeleitet. Es mag die Fans vielleicht etwas trösten, dass dem Vereinschef wenigstens ein paar Fotos von der Produktion der Dachkonstruktion im rund tausend Kilometer entfernten Trebisov vorliegen – als Beweis, dass es tatsächlich vorangeht. „Seit dem Wochenende ist jemand von uns vor Ort, der den Warenabgang nach Berlin kontrolliert“, berichtet Zingler. Zuerst sollen die 29 Dachstützen geliefert werden und dann alle 29 hinteren Binderkonstruktionen. Erster Drittliga-Gegner in der Alten Försterei könnte am 1. April die zweite Mannschaft von Werder Bremen sein – oder am 11. April die Stuttgarter Kickers.

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