1. FC Union : Vorspielen auf den Aufstiegsplatz

Berlins Fußball-Drittligist 1. FC Union kann am Sonntag erstmals in dieser Spielzeit auf Rang zwei vorrücken, der am Saisonende zum direkten Aufstieg in die 2. Liga berechtigen würde. Voraussetzung dafür wäre am 10. Spieltag ein Sieg bei der zweiten Mannschaft von Werder Bremen. Spielbeginn ist um 14 Uhr.

Matthias Koch

Berlin - Fußball-Drittligist 1. FC Union kann heute erstmals in dieser Spielzeit auf Rang zwei vorrücken, der am Saisonende zum direkten Aufstieg in die 2. Liga berechtigen würde. Voraussetzung dafür wäre am 10. Spieltag ein Sieg bei der zweiten Mannschaft von Werder Bremen. Spielbeginn ist um 14 Uhr. Die Fans der Berliner glauben nicht daran, dass die Serie von acht Partien ohne Niederlage zu Ende gehen soll. Doch Unions Manager Christian Beeck warnt vor der Unterschätzung des Gegners, der mit 19 Gegentoren eine der schwächsten Defensiven der Liga hat.

An Platz 11 des Weserstadions haben die Köpenicker ohnehin nicht die besten Erinnerungen. „Wir haben dort in der vergangenen Saison mit 0:1 verloren. Und der Bremer Sieg hätte noch höher ausfallen können“, sagt Trainer Uwe Neuhaus. Zumal mit dieser Niederlage am 19. April 2008 eine Berliner Serie von zehn Begegnungen ohne Niederlage zu Ende ging. „Bremen ist trotz seiner Abwehrschwächen auch in dieser Saison extrem spielstark“, sagt Neuhaus. „Deshalb hat Werder auch schon so viele Tore geschossen. Meine Spieler müssen sich zu 100 Prozent konzentrieren.“ Mit 14 Treffern haben die Spieler des früheren Bremer Bundesligaspielers Thomas Wolter nur zwei weniger als der 1. FC Union auf dem Konto.

Schon jetzt darf man sehr gespannt auf das Statement von Uwe Neuhaus nach dem Abpfiff sein. Der Union-Coach wollte nach dem 10. Spieltag ein offizielles Saisonziel verkünden. Vorab ließ sich der in dieser Beziehung extrem vorsichtige Fußballlehrer nur entlocken, dass ein Aufstiegsplatz für ihn erst am letzten Spieltag wichtig sei.

Immerhin prangt in der Mannschaftskabine in Köpenick noch immer in roter Farbe der Schriftzug „500.000,- €“ an der Wand. Diese Summe wäre im Falle des Zweitligaaufstieges als Gesamtprämie an die Mannschaft ausgeschüttet worden. „Ja, wir haben diese Zahl noch nicht entfernen lassen“, bestätigt Unions Manager Christian Beeck. „Das besitzt auch einen psychologischen Aspekt. Die Spieler sehen so fast jeden Tag, was sie in der letzten Saison liegen gelassen haben.“

Die Mannschaft scheint nun jedoch gereifter und keinesfalls überheblich zu sein. „Wir hatten einige Gegner zum richtigen Zeitpunkt. Die ganz großen Brocken kommen erst noch“, sagt Stürmer Nico Patschinski. Die aktuellen Spitzenvereine Paderborn, Emden, Sandhausen, Düsseldorf und Erfurt zählen erst nach dem Gastspiel in Bremen zu den Gegnern des 1. FC Union.Matthias Koch

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