Sport : 1. FC Union wiederbelebt

Erster Sieg für Trainer Ristic: 2:0 beim VfL Osnabrück

Christian Gödecke

Osnabrück. Aleksandar Ristic ist immer für eine Überraschung gut. Vor dem Spiel beim VfL Osnabrück wurde der Trainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union vor laufenden Fernsehkameras gefragt, ob er sich auch vorstellen könnte, seine jetzige Mannschaft in der nächsten Saison in der Regionalliga zu betreuen. Ristic sagte: „Ja, das würde ich tun, wenn das Präsidium einen Neuanfang mit mir machen will.“ Vielleicht muss ja Ristic demnächst umdenken. Denn mit dem 2:0 (1:0)-Sieg in Osnabrück wahrte Union die minimale Chance, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Vier Spiele stehen noch aus. Der Rückstand zum rettenden 14. Tabellenplatz beträgt derzeit vier Punkte.

Dabei gab das Spiel im Piepenbrock-Stadion in Osnabrück zu Beginn nicht unbedingt Anlass zur Hoffnung auf den ersten Sieg im fünften Spiel unter Ristics Regie. Die Osnabrücker, die auf ihren besten Stürmer Marcel Schied (zwölf Tore) verzichten mussten, bestimmten weitgehend das Geschehen. Sie begannen vor 9000 Zuschauern respektlos und hätten schon nach wenigen Sekunden in Führung gehen können. Doch Benjamin Schüßler vergab aus kurzer Entfernung, sein Schuss ging knapp links am Tor vorbei. Kurz darauf musste Union-Torwart Robert Wulnikowski gegen einen Kopfball von Christian Claaßen klären.

Union kam schwer auf Touren. Die Führung für die Köpenicker fiel dann auch ziemlich überraschend. Mit dem ersten Torschuss überhaupt glückte Thomas Sobotzik das 1:0. Chibuike Okeke hatte den Spielmacher mit einem herrlichen Pass bedient. Es war der sechste Saisontreffer für Sobotzik, der schon beim 2:0-Erfolg im Hinspiel gegen die Osnabrücker im Stadion an der Alten Försterei getroffen hatte. Mit der Führung legten die Berliner endlich ihre Nervosität und Unsicherheit ab und setzten den Tabellenletzten, der in den vergangenen vier Spielen immerhin zweimal gewonnen hatte, mit aggressivem Forechecking unter Druck. Bis zur Halbzeit passierte nicht mehr viel, was vor allem aber an der mangelhaften Chancenverwertung von Union lag.

Wer in der zweiten Hälfte mit einem Sturmlauf des VfL gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Vielmehr gingen die Gäste aus Köpenick gleich wieder zielstrebig zu Werke. Nach einem Freistoß von Florian Bruns köpfte Frederik Page kurz nach der Pause das 2:0 heraus, die Vorentscheidung.

Nach dem Spiel war für Ristic klar, warum nach fünf Niederlagen in Folge endlich wieder einmal gewonnen wurde. „Wir haben heute mal gegen einen gleichwertigen Gegner gespielt. Und wir waren etwas besser“, sagte er.

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