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103:81 gegen San Antonio : Nowitzkis Mavericks verhindern Play-off-Aus

Die Dallas Mavericks haben mit einem klaren Heimsieg das vorzeitige Play-off-Aus in der Nordamerikanischen Basketball-Liga NBA verhindert. Das Team um Dirk Nowitzki besiegte am Dienstagabend die San Antonio Spurs hoch verdient mit 103:81 und konnte somit in der Serie „best of seven“ auf 2:3 verkürzen

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Grüß mir die Sonne: Dirk Nowitzki half maßgeblich, Dallas im Spiel zu halten.
Grüß mir die Sonne: Dirk Nowitzki half maßgeblich, Dallas im Spiel zu halten.Foto: AFP

Es hatte sich einiges aufgestaut in Caron Butler. Die mageren 14,5 Punkte im Schnitt in den vier Spielen zuvor, die schlechte Wurfquote von 38 Prozent, die drei Niederlagen, das alles hatte den Guard der Dallas Mavericks ziemlich wütend gemacht.Zum Glück für Dallas, denn was Butler im Stande ist zu leisten, wenn er mit sich und der Basketballwelt nicht im Reinen ist, zeigte er in Spiel fünf der Play-off-Serie gegen die San Antonio Spurs. 35 Punkte, elf Rebounds und zwei Steals gelangen dem 30-Jährigen in dem Spiel, das die Mavericks unbedingt gewinnen mussten, wollten sie nicht vorzeitig in den Urlaub gehen. „Ich war wütend“, sagte Butler nach dem 103:81-Sieg der „Dallas Morning News“ und schickte gleich noch eine kleine Warnung an den Gegner hinterher: „Dann bin ich am Besten.“ Einen Butler in Bestform werden die Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki auch brauchen, wollen sie am heutigen Donnerstag in San Antonio das drohende Play-off-Aus in der nordamerikanischen Profiliga NBA abwenden. Trotz der Butler-Gala in Spiel fünf führen die Spurs mit 3:2-Siegen, ein weiterer Erfolg und Dallas ist draußen.

Die Mavericks würden sich in diesem Fall zu den bereits ausgeschiedenen Teams aus Miami (1:4 gegen Boston), Chicago (1:4 gegen Cleveland) und Charlotte (0:4 gegen Orlando) gesellen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Dallas nach einer starken Vorrunde sang- und klanglos in den Play-offs scheitert. Geht es zur wichtigsten Zeit des Jahres um alles, scheint den Mavericks die Nervenstärke der Hauptrunde abhanden zu kommen. Als es in Spiel drei und vier eng wurde, erwiesen sich die Spurs als die mental Stärkeren und gewannen jeweils knapp. Nicht zuletzt aufgrund ihrer aggressiven Verteidigung, die den Mavericks nie mehr als 90 Punkte gestattete. Doch diesmal lief es anders.

Dass es in Spiel fünf erst gar nicht eng wurde, lag zu einem großen Teil auch an Caron Butler. Als Dallas gegen Ende des zweiten Viertels wie schon in Spiel vier einen komfortablen Vorsprung herzugeben drohte, war es vor allem der ehemalige All–Star, der sein Team mit wichtigen Treffern in der Spur hielt. „Offensiv hatte er einen sehr guten Rhythmus“, sagte Dallas-Coach Rick Carlisle über seinen Guard. „Er war heute sehr aggressiv.“ Nachdem Butler in der ersten vier Spielen weit unter seinen Möglichkeiten geblieben war, hatte Carlisle seinen Flügelspieler noch öffentlich kritisiert.

Nowitzki blieb unter seinen Möglichkeiten

Nun war der Coach voll des Lobes für den Mann, der erst im Februar im Rahmen eines Tauschgeschäftes zwischen Dallas und Washington zu den Mavericks gestoßen war. Carlisle wusste wohl, dass Butler ihm mit seiner Performance zumindest vorerst den Job rettete. Dallas’ Cheftrainer hatte in der bisherigen Serie gegen die Spurs mit einigen Entscheidungen für Unverständnis gesorgt.

Nur Wenige in Dallas konnten verstehen, warum Carlisle in den Play-offs Erick Dampier den Vorzug vor Neuverpflichtung Brendan Haywood auf der Centerposition gegeben hatte oder warum der Coach den in der Vorrunde so unbekümmert aufspielenden französischen Rookie Rodrigue Beaubois kaum einsetzte. Beaubois kam auch in Spiel fünf wenig zum Einsatz, jedoch setzte Carlisle auf der Centerposition nun Haywood ein – mit Erfolg. Der 2,13 Meter große Spieler holte acht Rebounds und schuf in der Zone den nötigen Raum, damit Butler und seine Kollegen unbedrängt zum Korb ziehen konnten.

Dirk Nowitzki nutzte die Anwesenheit Haywoods dagegen nur wenig. Der Würzburger blieb entgegen seiner starken Auftritte zuvor (28 Punkte pro Spiel) mit nur 15 Zählern und neun Rebounds unter seinen Möglichkeiten. Allerdings sollte es Nowitzki angesichts des wichtigen Sieges wenig gestört haben, dass dieses Mal in Caron Butler ein anderer Spieler im Mittelpunkt stand. Viel wichtiger wird die Frage, was die Mavericks tun können, dass Butler heute erneut mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch in das nächste Duell mit den San Antonio Spurs geht.

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