• 14. Bundesliga-Spieltag : Augsburg stürmt nach oben, Paderborn stoppt Pleitenserie

14. Bundesliga-Spieltag : Augsburg stürmt nach oben, Paderborn stoppt Pleitenserie

Der FC Augsburg bleibt das Überraschungsteam der Liga. Am Sonnabend gewannen die Schwaben 2:1 (0:1) beim 1. FC Köln und stürmten vorläufig auf Platz drei. Der SC Paderborn spielte 1:1 (0:1) beim SC Freiburg.

Augsburgs Alexander Esswein (Mi.) feiert sein Tor.
Augsburgs Alexander Esswein (Mi.) feiert sein Tor.Foto: AFP

Trainer Markus Weinzierl und der FC Augsburg sorgen in der Bundesliga weiter für Furore. Das Überraschungsteam aus Schwaben gewann 2:1 (0:1) beim 1. FC Köln und stürmte vorläufig auf Platz drei. Der Erstliga-Rückkehrer verlor dagegen sein viertes Saisonspiel im eigenen Stadion und gerät mit seiner Heimschwäche in den Abstiegssog.

Im ersten Spiel nach der langen Ära des unter der Woche zurückgetretenen Präsidenten Walther Seinsch hatten die Augsburger Anfangspech: Pawel Olkowski konnte ungehindert flanken, der Nigerianer Anthony Ujah nahm den Ball mit der Brust mit und ließ Torwart-Routinier Alexander Manninger bei seinem fünften Saisontreffer keine Chance. Gleich zwei aufregende Szenen gab es dann in der 30. Minute. Zunächst hielt Kölns Keeper Timo Horn einen Kopfball von Daniel Baier sicher fest, beim folgenden Konter musste Jan-Ingwer Callsen-Bracker gegen Olkowski auf der Linie klären. Dann hatte der im Sommer vom FC Augsburg nach Köln gewechselte Kevin Vogt sogar das 2:0 auf dem Fuß, sein Flachschuss indes strich knapp links an Manningers Tor vorbei.

Einen gefährlichen 15-Meter-Schuss von Jung-Nationalspieler Jonas Hector wehrte der Österreicher Manninger kurz vor der Pause souverän ab.

Augsburg wirkte in den ersten 45 Minuten zu passiv. Doch das änderte sich nach dem Wechsel. Die Schwaben agierten energischer und wurden mit dem 1:1 durch den ersten Bundesligatreffer des Serben Nikola Djurdjic für seinen neuen Klub belohnt. Horn hatte zuvor einen Schuss von Kapitän Paul Verhaegh genau vor die Füße des Torschützen prallen lassen. Danach kamen die Rheinländer kaum noch nach vorn und wurden kurz vor Schluss durch den eingewechselten Angreifer Alexander Esswein bitter bestraft.

Mit dem Remis konnte Paderborn Freiburg auf Abstand halten

Der SC Paderborn hat einen weiteren Rückschlag im Abstiegskampf gerade noch verhindert. Mit seinem Tor in der 89. Minute rettete der eingewechselte Elias Kachunga der Mannschaft von Trainer André Breitenreiter beim 1:1 (0:1) gegen den SC Freiburg noch einen Punkt und verhinderte die vierte Niederlage nacheinander. Vor 14 738 Zuschauern in der fast ausverkauften Paderborner Arena hatte Vladimir Darida per Foulelfmeter Freiburg in Führung geschossen. Mit dem Remis am Samstag konnte Paderborn Freiburg auf Abstand halten.

Breitenreiter hatte sein Team eine Woche nach der 0:4-Pleite in Bremen auf insgesamt sechs Positionen umgestellt und vor allem seine Abwehr neu formiert. Uwe Hünemeier kehrte nach auskurierter Gehirnerschütterung neben Jens Wemmer und Daniel Brückner in die Defensive zurück. Torwart Lukas Kruse stand nach einer überstandenen Augenblessur zur Verfügung. Angreifer Moritz Stoppelkamp gehörte indes erstmals in dieser Saison nicht zur Startelf. Freiburgs Coach Christian Streich musste auf den gesperrten Innenverteidiger Stefan Mitrovic verzichten und beorderte Pavel Krmas in die Abwehrformation.

Sascha Riether fehlte nach einem Muskelfaserriss weiterhin. Die Paderborner, die in den drei vorherigen Partien neun Gegentore kassiert hatten, waren zunächst die dominante Mannschaft. Gegen die dicht gestaffelte Freiburger Verteidigung konnten die Gastgeber aber kaum spielerische Akzente setzen. Die Gäste boten Paderborn zu Beginn nur wenige Räume für gefährliche Aktionen. Eine Flanke von Daniel Brückner konnte Mahir Saglik (10.) nicht verwerten.

Die Freiburger, die zuletzt auswärts in Köln und Mainz gepunktet hatten, waren effektiver und nutzten ihre erste Chance zur Führung.

Nach einem Foul von Hünemeier an Felix Klaus verwandelte Darida den fälligen Strafstoß sicher zum 1:0.  Paderborn zeigte sich durch den Rückstand keineswegs verunsichert, sondern forcierte die Offensivbemühungen und erarbeitete sich Möglichkeiten zum Ausgleich. Marvin Bakalorz (20.), Saglik (38.) und Süleyman Koc (44.) scheiterten allerdings schon vor der Pause mit ihren Schüssen an Freiburgs Schlussmann Roman Bürki, ein Kopfball von Bakalorz (27.) landete zudem neben dem Tor.

Freiburg konzentrierte sich mit der Führung im Rücken weiter auf seine Defensive, blieb aber durch schnelle Angriffe gefährlich. Klaus (26.) köpfte die zweite große Chance der Gäste jedoch über das Paderborner Gehäuse. Mit der Einwechselung von Kachunga belebte Breitenreiter im zweiten Abschnitt das Offensivspiel der Ostwestfalen. Paderborn erhöhte das Tempo spürbar, blieb in Strafraumnähe  aber glücklos. Bürki parierte zunächst gegen Wemmer (52.), ehe Kachunga (65.) aus 16 Metern das SC-Tor verfehlte. In der hektischen Schlussphase unterlief dem bis dato starken SC-Keeper Bürki dann doch ein Fehler, den Kachunga zum verdienten Ausgleich nutzte. (dpa)

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