Sport : 14. Tour-Etappe: Kessler reißt aus und stürzt, Fedrigo gewinnt

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Gap - Zwei Fahrer hatten es überstanden. Der Franzose Pierrick Fedrigo und der Italiener Salvatore Commesso hatten mit Glück einen spektakulären Sturz vermieden und sich gemeinsam vor dem Hauptfeld über den Col de la Sentinelle gerettet. Mit 13 Sekunden Vorsprung bogen sie auf den letzten Kilometer ein, doch erst auf den letzten Metern war klar, dass sie den Sieg auf der 14. Etappe der Tour de France von Montelimar nach Gap unter sich ausmachen würden. Fedrigo (Bouygues Telecom) trat kurz vor dem Ziel aus dem Windschatten – und gewann. Der Spanier Oscar Pereiro verteidigte das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.

Eine unglückliche Rolle spielte Matthias Kessler vom T-Mobile-Team. Er konnte sich lange Zeit Hoffnung auf eine gute Platzierung machen, fuhr er doch in einer sechsköpfigen Spitzengruppe. Doch 38 Kilometer vor dem Ziel wurde Kessler in einen Sturz verwickelt. Rik Verbrugghe (Cofidis) geriet beim Bremsen ins Rutschen, und riss auch David Canada und Kessler mit. Alle drei flogen über die Leitplanke und landeten in der Böschung. Canada musste das Rennen mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch beenden, Verbrugghe musste mit einem Oberschenkelhalsbruch ins Krankenhaus gebracht werden. Kessler kam mit dem Schrecken und ein paar Prellungen davon. Er ließ sich ins Hauptfeld zurückfallen. „Das ist der schwärzeste Tag meiner Karriere“, klagte er. „Die beiden da vorne hatten Glück, dass ich in die Leitplanken gekracht bin. Ich war in der Gruppe mit Abstand der Stärkste.“

Durch diesen Vorfall war die Spitzengruppe auf drei Fahrer dezimiert, die 20 Kilometer vor dem Ziel mit drei Minuten Vorsprung fuhren. Auf dem letzten Berganstieg verloren Commesso, Fedrigo und Mario Aerts jedoch Sekunde um Sekunde gegenüber dem Hauptfeld. Aerts konnte das Tempo der beiden Führenden nicht mehr mitgehen und fiel ins Hauptfeld zurück. Dieses war sich auf dem Anstieg zum 981 Meter hohen Col de la Sentinelle über die Führungsarbeit nicht einig, und so konnten Fedrigo und Commesso mit einem Vorsprung von 45 Sekunden auf die letzte Abfahrt gehen. Tsp

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