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15-Jährige überrascht bei den US Open : Catherine Bellis wirft sensationell Cibolkuva raus

Sensation bei den US Open: Catherine Bellis, die Nummer 1211 der Welt, bezwingt die Australian-Open-Finalistin. Sie ist die jüngste Siegerin in New York seit Anna Kurnikowa. Görges und Brown sind draußen.

Catherine Bellis.
Catherine Bellis.Foto: AFP

Als Anna Kurnikowa 1996 als 15-Jährige ein Match bei den US Open gewann, war Catherine Bellis noch gar nicht geboren. Die Wildcard-Starterin gewann gegen die an Nummer 12 gesetzte Australian-Open-Finalistin Dominika Cibulkova mit 6:1, 4:6, 6:4. Mit dem sensationellen Sieg hat sich der Teenager aus den USA nun in den Turnier-Statistiken verewigt: als jüngste Spielerin seit Kurnikowa, die eine Partie in New York gewann. In der Weltrangliste wird die 15-jährige Bellis auf Position 1211 geführt.

Bellis' Sieg war die größte Sensation des zweiten Turniertags. Titelverteidigerin Serena Williams und Mitfavorit Roger Federer haben dagegen wenig überraschend in der Night Session die zweite Runde erreicht. Williams entschied am Dienstag (Ortszeit) das amerikanische Duell mit der 18 Jahre alten Taylor Townsend klar für sich und gewann nach 55 Minuten im Arthur-Ashe-Stadium mit 6:3, 6:1. Bei dem Grand-Slam-Tennisturnier in New York trifft die 32-Jährige jetzt in Vania King erneut auf eine Amerikanerin. Federer bezwang den Australier Marinko Matosevic in 2:07 Stunden mit 6:3, 6:4, 7:6 (7:4) und spielt nun gegen dessen Landsmann Sam Groth.

„Die erste Runde ist nie einfach. Ich bin froh, dass ich so gut durchgekommen bin“, sagte Federer, in dessen Box Basketball-Legende Michael Jordan saß. „Er war mein großes Sport-Idol, als ich aufgewachsen bin. Dass er heute hier ist, ist etwas ganz Besonderes“, sagte der 33 Jahre alte Schweizer. Neben dem Weltranglisten-Ersten und Boris-Becker-Schützling Novak Djokovic gilt Federer als Favorit auf den Titel. Er strebt wie Williams seinen 18. Grand-Slam-Titel insgesamt und den sechsten US-Open-Triumph seiner Karriere an.

Auch die anderen internationalen Größen der Branche überstanden ihre Erstrunden-Hürden. Die an Nummer drei gesetzte Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien) setzte sich gegen Kristina Mladenovic aus Frankreich souverän mit 6:1, 6:0 durch. Vorjahresfinalistin Victoria Asarenka (Weißrussland) gewann gegen Misaki Doi aus Japan 6:7 (3:7), 6:4, 6:1. Die kanadische Senkrechtstarterin Eugenie Bouchard, Nummer sieben der
Setzliste, deklassierte Olga Goworzowa aus Weißrussland 6:2, 6:1. Die ehemalige Weltranglisten-Erste Ana Ivanovic kam durch einen 6:3, 6:0-Erfolg gegen die Amerikanerin Alison Riske weiter.

Dagegen ist Dustin Brown als vierter von anfangs acht deutschen Tennis-Herren ausgeschieden. Der 29-Jährige aus Winsen/Aller verlor gegen den Australier Bernard Tomic 6:7 (2:7), 4:6, 6:7 (3:7) und scheiterte damit wie zuvor schon Tobias Kamke (Lübeck), Benjamin Becker (Mettlach) und Andreas Beck (Stuttgart). Jan-Lennard Struff dagegen kämpfte sich in einem Fünf-Satz-Match weiter und trifft jetzt am Donnerstag auf den amerikanischen Spitzenspieler John Isner.

„Das wird eines der schönsten Spiele meiner Karriere. Ich hoffe, dass ich auch gegen ihn eine gute Leistung zeigen kann“, sagte der 24 Jahre alte Warsteiner. Der Weltranglisten-77. folgte dem bayerischen Trio Philipp Kohlschreiber (Augsburg), Peter Gojowczyk (München) und Matthias Bachinger (Dachau) und steht erst zum dritten Mal überhaupt bei einem Grand-Slam-Turnier in der zweiten Runde.

Julia Görges dagegen steckt weiter in der sportlichen Krise. Die 25-Jährige aus Bad Oldesloe schied nach einer 3:6, 6:4, 1:6-Niederlage gegen die Italienerin Flavia Pennetta aus. „Sie hat in den entscheidenden Momenten besser gespielt als ich“, sagte die ehemalige Nummer 15 der Welt. Nach einer längeren Verletzungspause im vergangenen Jahr ist Görges in der Weltrangliste auf Platz 94 abgerutscht, sieht sich aber dennoch auf einem guten Weg. „Ich kann viel Positives aus diesem Match mitnehmen“, sagte die Fed-Cup-Spielerin. „Ich versuche, wieder an mein Level anzuknüpfen.“

Ihre Teamkolleginnen Sabine Lisicki (Berlin), Angelique Kerber (Kiel) und Andrea Petkovic (Darmstadt) kämpfen am Mittwoch um den Einzug in die dritte Runde. Die an Nummer sechs gesetzte Kerber bestreitet gegen die russische Qualifikantin Alla Kudrjawzewa das zweite Match auf Court 11 (ca. 19.00 Uhr MESZ). Petkovic spielt dort anschließend gegen Monica Puig aus Puerto Rico. Als dritte Partie nach zwei Herren-Begegnungen wurde das Spiel von Lisicki gegen die amerikanische Wildcard-Inhaberin Madison Brengle angesetzt. dpa

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