Sport : 18-jähriger Rodler Loch sensationell Weltmeister

Eisschnellläuferin Wolf gewinnt ihren 20. Weltcup

Der 18-jährige Felix Loch hat bei der Rodel-Weltmeisterschaft in Oberhof sensationell den Titel gewonnen. Er ist damit der jüngste Rodel-Weltmeister aller Zeiten. „Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich gewinne. Aber auf einmal stand die Eins da oben. Das ist Wahnsinn“, sagte der Rennrodler aus Berchtesgaden begeistert. Der zweimalige Junioren-Weltmeister verhinderte mit seinem Überraschungssieg den dritten WM-Erfolg von Lokalmatador David Möller, der sich mit Silber begnügen musste. Andreas Langenhan aus Zella-Mehlis als Dritter machte den deutschen Dreifacherfolg perfekt. Loch reckte bei seiner Zieldurchfahrt die Fäuste und fiel Bundestrainer Thomas Schwab in die Arme. „Einfach noch mal runter, dann passt das schon“, habe er sich nach seiner überraschenden Führung nach dem ersten Lauf gedacht. Tatsächlich bewies Loch Nervenstärke und kam dann in 1:30,643 Minuten mit knappem Vorsprung ins Ziel.

 

Drei Wochen vor der Bob-Weltmeisterschaft in Altenberg hat sich Doppel- Olympiasieger André Lange eindrucksvoll zurückgemeldet. In St. Moritz gelang dem Oberhofer nach zuletzt mageren Resultaten sein zweiter Weltcup-Saisonsieg im Zweierbob. Mit Anschieber Martin Putze distanzierte Lange die Konkurrenten Ivo Rüegg (Schweiz) und Pierre Lüders (Kanada) dank zweier Laufbestzeiten deutlich und baute seine Führung in der Weltcup-Gesamtwertung weiter aus.

 

Lediglich 8,3 Sekunden fehlten René Sommerfeldt zum vierten Weltcupsieg seiner Karriere. Der Oberwiesenthaler belegte beim Langlauf-Weltcup im kanadischen Canmore Platz zwei über 15 Kilometer in der freien Technik. Vor dem 33-Jährigen sicherte sich der Italiener Valerio Checchi den Sieg, Dritter wurde dessen Landsmann Pietro Piller Cottrer. „Ein tolles Rennen vor einer tollen Kulisse“, sagte Sommerfeldt.

 

Sprint-Weltmeisterin Jenny Wolf ist der dritte Weltcup-Gesamtsieg im Eisschnelllauf über 500 Meter kaum noch zu nehmen. Die 28 Jahre alte Berlinerin gewann am Samstag auch das zweite 500-Meter-Rennen beim Weltcup in Hamar (Norwegen) und kam in 37,52 Sekunden auf die gleiche Zeit wie am Vortag. Es ist die schnellste Zeit einer Sprinterin außerhalb der Hochlandbahnen von Calgary und Salt Lake City. Die Literaturstudentin feierte in der Olympia-Halle von 1994 zugleich ein Jubiläum: Es war ihr 20. Streckensieg im Weltcup. Claudia Pechstein hat ihre Serie von sechs vierten Plätzen in dieser Saison beendet. In Hamar erreichte die 35-Jährige mit Platz zwei erstmals in dieser Saison einen Podiumsplatz bei einer Langstreckenentscheidung. Mit 6:56,57 Minuten lief die 35-Jährige über 5000 Meter so schnell wie noch nie in dieser Saison.

 

Weltmeister Ronny Ackermann spurtete zwar auf Platz drei, zufrieden war er aber trotzdem nicht: Der Weltmeister in der Nordischen Kombination beklagte sich beim Weltcup in Seefeld im Ziel des 7,5-km-Sprints vor allem über seine Konkurrenten, die das Tempo verschleppt und somit dem Österreicher Christoph Bieler bei dessen Heim-Weltcup den Sieg ermöglicht hätten. „Wenn das Rennen schneller gewesen wäre und wir uns abgewechselt hätten, wären wir an Bieler heran gekommen“, sagte der Thüringer. Bereits nach dem Springen, das Bieler vor seinen Landsleuten David Zauner und Bernhard Gruber gewonnen hatte, stand die deutsche Taktik für den Lauf fest. „Wir haben auf den Spurt gesetzt“, sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch, der nicht unzufrieden war. „Wir wollten aufs Stockerl. Das ist uns bei diesem Zockerrennen gelungen.“dpa

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