18. Spieltag : Die verlorene Pause

Energie Cottbus fehlt der Biss der Hinrunde und muss eine Niederlage gegen Leverkusen einstecken.

Matthias Koch

Cottbus - Mit einem Sieg gegen Bayer Leverkusen hätte Energie Cottbus erstmals seit dem zweiten Spieltag in der Fußball-Bundesliga wieder auf einem Nichtabstiegsplatz gestanden. Zwei Cottbuser Abseitstore in einer hektischen Schlussphase, wenig professionelles Verhalten im eigenen Strafraum und eine in den entscheidenden Szenen clevere Bayer-Elf multiplizierten sich jedoch zu einer bitteren Cottbuser 2:3-Niederlage. Da nutzte auch alles Hadern der Lausitzer mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Lutz Wagner nichts. Unbeeindruckt von der aufgeheizten Stimmung in Cottbus hatte Simon Rolfes kurz vor Schluss einen Foulelfmeter zum 3:2 verwandelt. „Alle reden jetzt über die eine oder andere Szene, aber keiner darüber, dass wir über 70 Minuten überlegen waren“, sagte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler.

Die beiden Tore für Cottbus nicht zu geben, war vertretbar – das bewiesen die Fernsehbilder. Sie sind eben nicht gut angekommen in der Rückrunde, die Lausitzer. Dabei war der Optimismus vor dem Spiel am Sonnabend groß. „Die Vorbereitung ist bis auf das 1:3 gegen Erzgebirge Aue bei der Generalprobe sehr gut verlaufen“, sagte Steffen Heidrich. „Vielleicht kam die Winterpause für uns zum falschen Zeitpunkt.“ Der Cottbuser Manager spielte damit auf die positive Serie zum Ende der Hinrunde an. Die Lausitzer hatten durch das 2:0 gegen den Karlsruher SC, das 0:0 beim HSV und das 5:1 gegen Hannover 96, dem höchsten Cottbuser Bundesligasieg aller Zeiten, sieben von neun möglichen Punkten geholt. Ein Nichtabstiegsplatz war nach der ersten Halbserie nur zwei Punkte entfernt.

Doch dieser Aufschwung ist nun erst einmal unterbrochen worden, auch wenn der Abstand zum 15. Tabellenplatz nicht angewachsen ist. Energie ist nun am Sonnabend in Bochum gefordert. Denn nur auf die Heimspiele sollten die Lausitzer nicht setzen. Die nächsten Gegner im Stadion der Freundschaft heißen schließlich Borussia Dortmund, VfB Stuttgart und Bayern München. Matthias Koch

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