Sport : 1860 München schlägt Rostock 4:1

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München Der Einstand in der neuen Heimat Allianz-Arena hätte für 1860 München kaum schöner sein können. Aus Sicht der Münchener stimmte am gestrigen Abend alles. 51 200 Zuschauer waren eine imposante Kulisse und die meisten von ihnen durften feiern: Denn 1860 ließ Hansa Rostock am zweiten Spieltag der Zweiten Fußball-Bundesliga keine Chance und siegte 4:1 (2:0).

Paul Agostino war beeindruckt von der Stimmung auf den Rängen. Der Stürmer ist immerhin schon seit neun Jahren in München. „Aber so etwas wie heute habe ich noch nicht erlebt“, sagte er. „Ich möchte mich beim Publikum bedanken.“ Die Danksagung fiel Agostino leicht, denn schließlich lag ein guter Auftritt hinter ihm. Schon den ersten Angriff der Münchener schloss er mit dem Tor zum 1:0 ab. Gerade mal zwei Minuten waren da gespielt. In der 16. Minute erzielte Agostino auch noch das 2:0. Nemanja Vucicevic traf in der zweiten Halbzeit zum 3:0, ehe Michal Kolomaznik noch auf 4:0 erhöhte. Auch für das letzte Tor des Tages war ein Profi von 1860 verantwortlich, allerdings ohne Absicht. Rodrigo Costa fälschte den Ball ins eigene Tor ab. Der glückliche Rostocker Ehrentreffer konnte die 3000 Hansa-Fans im Stadion nicht beruhigen. Randale lag in der Luft. Die Rostocker Spieler versuchten nach dem Spiel, ihre Anhänger in Gesprächen zu besänftigen. Defensivspieler Michael Hartmann hatte Verständnis für die Fans. „Ich verstehe ihren Frust“, sagte er. „Auch wir sind enttäuscht. Wir hatten uns so viel vorgenommen, und dann war unser Konzept schon nach zwei Spielminuten über den Haufen geworfen.“

Während München nach dem zweiten Spieltag die optimale Ausbeute von sechs Punkten auf dem Konto verzeichnen kann, erwischte Absteiger Hansa einen Fehlstart mit zwei Niederlagen. Zum Saisonauftakt hatte Rostock 1:2 gegen Kickers Offenbach verloren. Trainer Jörg Berger wollte jedoch noch nicht von einer Krise sprechen, obwohl er nach dem Spiel frustriert wirkte. „Es ist mir unbegreiflich, was wir uns für individuelle Fehler im Spiel geleistet haben“, sagte er. Es gelte nun aber, die Fehler ruhig zu analysieren und nicht in Panik zu verfallen, sagte Berger. „Es sind ja schließlich erst zwei Spiele gespielt.“ dpa

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