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1860 - Union 2:1 : Spiel und Spieler verloren

Nach dem Aus im DFB-Pokal verliert Union Berlin auch das Zweitligaspiel beim TSV 1860 München und hadert vor allem mit dem Schiedsrichter. Zwei Unioner sahen ihre fünfte Verwarnung und sind nun gesperrt.

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Doppelt bitter: Union verlor das Spiel und Michael Parensen (2. v. r.) mit gelb-roter Karte.
Doppelt bitter: Union verlor das Spiel und Michael Parensen (2. v. r.) mit gelb-roter Karte.Foto: dpa

Nach dem Abpfiff des Fußball-Zweitligaspiels zwischen 1860 München und dem 1. FC Union redeten Berliner Funktionäre und Spieler erregt auf Schiedsrichter Guido Winkmann ein. Ihre 1:2 (0:0)-Niederlage vor 18.400 Zuschauern in der Münchner Arena machten die Gäste auch am Unparteiischen fest. Nach dem sechsten sieglosen Pflichtspiel in Serie lagen die Nerven blank bei den Köpenickern. Trainer Uwe Neuhaus war so bedient, dass sein offizielles Statement in der Pressekonferenz extrem kurz ausfiel.

„Ich glaube, dass die Mannschaft es nicht verdient hatte, zu verlieren. Gegen einen Konkurrenten um den gleichen Tabellenplatz waren wir nicht die schlechtere Mannschaft. Ich akzeptiere die Leistung und die Qualität von 1860 München“, sagte der 54-Jährige. „Aber jeder, der dieses Spiel gesehen hat, soll sich ein eigenes Urteil machen. Ich bin gespannt, die Meinungen in den Zeitungen zu lesen.“

Gegenüber dem 0:3 gegen Kaiserslautern im DFB-Pokal-Achtelfinale liefen bei Union anstelle von Martin Dausch, dem gesperrten Baris Özbek und dem verletzten Fabian Schönheim nun Roberto Puncec, Sören Brandy und Benjamin Köhler von Beginn an auf. Auffälliger aber war Schiedsrichter Guido Winkmann. Obwohl das auf nicht besonders hohem Niveau ablaufende Spiel nicht unfair war, gab es mit fünf Gelben und einer Gelb-Roten Karte relativ viele persönliche Strafen. Dem 1. FC Union stieß besonders bitter auf, dass nur die Berliner Karten sahen. Außenverteidiger Patrick Kohlmann und Offensivmann Brandy kassierte jeweils ihre fünfte Verwarnung und sind am kommenden Sonnabend beim VfL Bochum gesperrt.

Noch schlimmer war die Gelb-Rote Karte für Michael Parensen beim Stand von 0:0 in der 62. Minute. „Ich fühle mich wie alle beschissen. Der Spielausgang war sinnbildlich für die letzten Wochen. Die entscheidenden Situationen werden alle gegen uns entschieden“, ärgerte sich Union-Kapitän Torsten Mattuschka. „Wir kriegen Gelbe Karten ohne Ende und eine Gelb-Rote.“ Der Unioner haderte ebenfalls mit den Schiedsrichterentscheidungen: „Ich glaube Michael hat ein Foul gemacht und bekommt Gelb-Rot. Das sind brutale Entscheidungen.“

Die durch den Sieg gegen Union zum vierten Mal in Folge gewinnenden Münchener gingen kurz nach der Dezimierung Unions durch Kai Bülow 1:0 in Front. Union raffte sich aber noch einmal auf. Einen von Guillermo Vallori an Brandy verwirkten Foulelfmeter verwandelte Mattuschka in der 74. Minute zum 1:1-Ausgleich. Ex-Herthaner Gabor Kiraly im Tor der Münchner hatte keine Chance.

Doch es sollte nicht zum Unentschieden reichen, weil der Sechziger Dominik Stahl den 1. FC Union trauern ließ. Bei seinem Kopfball zum entscheidenden 2:1 in der 86. Minute leistete Mattuschka zu wenig Gegenwehr und auch Union-Keeper Daniel Haas war machtlos. „Das Bittere war, dass es vorher keine Ecke war. Normalerweise geht es 1:1 aus und wir gehen mit einem guten Gefühl nach Hause“, bemängelte Innenverteidiger Mario Eggimann.
Die fünfte Auswärtsniederlage des 1. FC Union im fünften Auswärtsspiel bei 1860 ging auch Mattuschka auf die Nerven. „Vor dem 2:1 muss es Abstoß sein. Leider stehe ich bei dem Tor auch nicht richtig dran“, sagte Mattuschka. „Ich glaube, wir haben trotzdem ein gutes Spiel gemacht.“

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