Sport : 1860 verliert den Anschluss

Zweite Liga: Mainz und Freiburg verfolgen Gladbach

Berlin - Der Andrang war so groß, dass das Spiel erst mit zehn Minuten Verspätung beginnen konnte. 60 000 Zuschauer wollten gestern den TSV 1860 München gegen die Spielvereinigung Greuter Fürth sehen, sie erlebten einen überraschend deutlichen 3:0-Sieg des Gastes in der Münchner Arena. Während die Fürther durch den Erfolg auf den vierten Platz der Zweiten Fußball-Bundesliga vorrückten, verpasste 1860 den Sprung zurück in die Aufstiegsränge. Die Fürther nutzten ihre wenigen Chancen gegen eine schwache Münchner Abwehr eiskalt. Dass Sechzigs Verteidiger Mate Ghwinianidse nach einem groben Foulspiel zehn Minuten vor Schluss auch noch die Rote Karte sah, passte zu diesem schweren Nachmittag für die Münchner.

Tabellenführer bleibt Absteiger Borussia Mönchengladbach, der seine Spitzenposition selbst dann behauptet, wenn er heute im rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln mit vier Toren Unterschied verlieren sollte. Erste Verfolger der Gladbacher sind nun der SC Freiburg und Mainz 05. Mit einem souveränen 2:0 gegen St. Pauli verteidigten die Freiburger ihre makellose Heimbilanz. Der Erstliga- Absteiger Mainz verdarb dem SV Wehen die Einweihung seines neuen Stadions. Das 3:1 der Mainzer beendete erst einmal den Höhenflug des Aufsteigers, der im ersten Spiel im ausverkauften Stadion seine erste Saisonniederlage kassierte.

Am Tabellenende gelang Erzgebirge Aue mit dem 3:0 über den FC Augsburg nach sechs sieglosen Spielen der erste Erfolg. Skerdilaid Curri, Tomasz Kos und Adam Nemec schossen Aue mit ihren Toren vorerst aus der Abstiegszone. Der Tabellenletzte Paderborn kam gegen den FC Carl Zeiss Jena nur zu einem 2:2 und wartet weiterhin auf den ersten Saisonsieg. In der Abstiegszone bleibt auch der 1. FC Kaiserslautern, der nicht nur sportlich arg gebeutelt ist. Bei der 0:1-Niederlage in Hoffenheim zog sich Torwart Florian Fromlowitz nach einer ersten Diagnose wohl einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Für U-21-Nationalspieler könnte die Saison bereits zu Ende sein. dpa

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