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1899 Hoffenheim - Eintracht Frankfurt 0:0 : Torwart Trapp rettet Frankfurt einen Punkt

Eine hitzige Schlussphase in Sinsheim täuschte über eine über weite Strecken schwache Partie hinweg. Besonders Frankfurts Torwart konnte sich auszeichnen und zog seine Mannschaft wohl endgültig aus dem Abstiegskampf. Dazu hatte ein Hoffenheimer seine Nerven nicht im Griff.

Viel Kampf: Frankfurts Meier (li.) und Hoffenheims Rudy im Gerangel um den Ball.
Viel Kampf: Frankfurts Meier (li.) und Hoffenheims Rudy im Gerangel um den Ball.Foto: dpa

Torhüter Kevin Trapp hat Eintracht Frankfurt ein 0:0 bei 1899 Hoffenheim gerettet und seinen Club damit von fast allen Abstiegsängsten befreit. Sollte der Hamburger SV am Sonntag nicht in Augsburg gewinnen, wäre den Hessen der Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Trapp hielt in der 84. Minute einen umstrittenen Foulelfmeter von Roberto Firmino. "Wir sind natürlich alle sehr erleichtert", sagte Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen. "Es müsste ja mit dem Teufel zugehen, wenn wir heute nicht den letzten notwendigen Punkt geholt haben."

Nach zuletzt zwei Niederlagen verdiente sich die Eintracht das Unentschieden vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena von Sinsheim redlich. TSG-Angreifer Anthony Modeste sah nach einem Tritt gegen Carlos Zambrano in der 85. Minute noch Rot. Nach einem Zweikampf zwischen Trapp und Modeste hatte Schiedsrichter Florian Meyer auf Strafstoß entschieden. Abgesehen von der hektischen Schlussphase boten beide Mannschaften eine zähe Partie. "Ich bin heute zufrieden mit dem 0:0", sagte Eintracht-Trainer Armin Veh.

Hoffenheim mit Elfmeter-Rekord

Für die Hoffenheimer war es bereits der 14. Elfer in dieser Spielzeit - die TSG stellte damit den Bundesliga-Rekord des HSV aus der Saison 1998/99 ein. "Die eigentliche Sensation ist das 0:0", meinte Chefcoach Markus Gisdol, dessen Spieler bislang als Unterhaltungskünstler mit vielen torreichen Spielen geglänzt hatten. Der 1899-Trainer musste kurzfristig auf seinen etatmäßigen Strafstoßschützen Sejad Salihovic (Oberschenkelverletzung) verzichten und baute in der Innenverteidigung diesmal auf das Duo Niklas Süle/David Abraham. Bei der Eintracht hatte Veh Pirmin Schwegler überraschend auf die Bank verbannt. Vehement bestritt er aber, dass dies etwas damit zu tun hatte, dass der Kapitän nächste Saison möglicherweise in Hoffenheim spielt.

Die Frankfurter - angefeuert vom alles übertönenden mitgereisten Anhang - begannen fast wie bei einer Heimpartie: Während sich die neu formierten Hausherren noch sortierten, erspielte sich die Eintracht durch Martin Lanig und Alexander Madlung in den ersten zehn Minuten gleich zwei Chancen. Vor allem im Mittelfeld dominierte Vehs Team. Dabei hatte die TSG in der Rückrunde bei ihren Auftritten zu Hause meist von Anfang an aufgetrumpft.

Beide Seiten zum Schluss unkonzentriert

Zu den Zuschauern zählte auch Hansi Flick: Für das Länderspiel gegen Polen am 13. Mai in Hamburg suchen Bundestrainer Joachim Löw und sein Assistent noch Ersatz für die zahlreich fehlenden Stars. Eintracht-Außenverteidiger Sebastian Jung sowie die Hoffenheimer Kevin Volland und Andreas Beck sind Kandidaten. Auch Flick sah keine berauschende Begegnung in Sinsheim, beide Mannschaften zeigten immer wieder Unkonzentriertheiten. Die Hoffenheimer Hintermannschaft wirkte zudem nach den Umstellungen wenig sicher. So kam Marco Russ (32.) aus kurzer Distanz frei zum Schuss - der Ball flog jedoch weit über Tor. Fünf Minuten später musste Torhüter Jens Grahl gegen Lanig retten.

Mit vielen Fehlpässen ging es auch nach der Pause weiter. Hoffenheim drückte mehr aufs Tempo, hatte aber Pech, das Modeste einige Möglichkeiten liegen ließ. Auch die Torjäger Volland und Firmino konnten nur selten überzeugen. (dpa)

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