2:0 gegen den KSC : Schalke kontert gegen den Letzten

Das neue Schalker Trainertrio gewinnt zum zweiten Mal, diesmal 2:0 gegen Karlsruhe. Dem Tabellenletzten KSC bleiben nun nur noch Durchhalteparolen.

Jörg Strohschein[Gelsenkirchen]
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Emotionen in Gelsenkirchen. Schalkes Spieler feiern in der ersten Halbzeit den Treffer von Angreifer Kevin Kuranyi zum 1:0.Foto: ddp

Es schien die Gewohnheit zu sein, die Edmund Becker beeinflusste. Bei beiden Gegentreffern, die sein Team gegen den FC Schalke 04 hinnehmen musste, zeigte der Trainer des Karlsruher SC sekundenlang keine Reaktion. Becker ertrug das Schicksal einfach, genauso, wie das seine Spieler auf dem Feld lange Zeit ebenfalls getan hatten. Am Ende stand ein verdientes, wenn auch zähes 2:0 (1:0) für die Schalker, das bei konsequenterer Chancenverwertung noch deutlich höher hätte ausfallen können. Nach der Partie hatte Edmund Becker seine zwischenzeitliche Apathie aber wieder abgelegt. „Wir geben nicht auf und kämpfen weiter um den Klassenerhalt. Unser Einsatz wird einfach nicht belohnt“, sagte der KSC-Trainer.

Mehr als Durchhalteparolen waren das indes nicht. Der Abstieg der Badener, die abgeschlagen Tabellenletzter sind, dürfte kaum noch zu verhindern sein. Bei den Schalkern herrscht nach dem zweiten Erfolg unter dem Trainertrio Mike Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck weiterhin die Hoffnung, einen Tabellenplatz zu erreichen, der zur Qualifikation für den internationalen Wettbewerb genügt. „Es war ein arbeitsreicher Tag. Wir wollten einen Arbeitssieg, den haben wir bekommen, und darüber sind wir froh“, sagte Büskens, ohne dabei übermäßige Freude auszustrahlen.

Der Grund für das erneute Scheitern der Karlsruher lag zum einen im erneut erschreckend schwachen Angriff der Gäste. Zum anderen hatte der KSC offenbar von Beginn an den etwas naiven Anspruch, vor 61 000 Zuschauern in der Schalker Arena die spielbestimmende Mannschaft sein zu wollen. Diesen Wagemut nutzte ihr Gegner immer wieder zu Kontern. Kevin Kuranyi war es dann, der einen der zahlreichen schnellen Angriffe nach einer Flanke von Jermaine Jones per Kopfball zur Führung abschloss. Wenige Augenblicke zuvor hatte KSC-Torhüter Markus Miller noch die Schalker Führung mit einer spektakulären Rettungstat gegen Kuranyi verhindern können. Die einzig nennenswerte Möglichkeit für den KSC hatte Lars Stindl unmittelbar vor der Halbzeit, seinen abgefälschten Distanzschuss konnte der bis dahin beschäftigungslose Schalker Torhüter Manuel Neuer aber parieren.

In der zweiten Hälfte nahm die Partie immer mehr den Charakter eines Freundschaftsspiels an. Die Mannschaft von Mike Büskens passte ihr Spieltempo und ihre Einsatzbereitschaft den sommerlichen Temperaturen an, die Karlsruher Spieler konnten mit ihren zusätzlichen Freiheiten auf dem Feld noch immer nichts anfangen – oder sie scheiterten mit ihren kläglichen Schussversuchen an Manuel Neuer. Jefferson Farfan sorgte mit dem zweiten Schalker Treffer, folgerichtig nach einem Konter, zehn Minuten vor dem Ende für die Entscheidung. Die torlose Niederlage bedeutete für den KSC das achte Spiel in Folge ohne Torerfolg.

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