Sport : 2:0 gegen Funkel

Der 1. FC Union schlägt Aachen und den Dauergast

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Traubenkraft. Die Spieler des 1. FC Union machten aus wenigen Torchancen zwei Treffer und einen umjubelten Sieg. Foto: dapd
Traubenkraft. Die Spieler des 1. FC Union machten aus wenigen Torchancen zwei Treffer und einen umjubelten Sieg. Foto: dapdFoto: dapd

Berlin - Ohne große Umwege bahnte sich Friedhelm Funkel den Weg von den Katakomben direkt zu seinem Platz auf der Bank. Der Trainer von Alemannia Aachen war erst vor fünf Wochen im Stadion an der Alten Försterei zu Gast gewesen und kannte sich noch bestens aus. Im August verlor der Trainer mit seiner damaligen Mannschaft, dem VfL Bochum, hier mit 1:2. Funkel, der sechs Tage nach seinem Rauswurf in Bochum den Tabellenvorletzten Alemannia Aachen übernommen hatte, konnte nun auch mit seinem neuen Team in Berlin nicht gewinnen. Der 1. FC Union schlug Alemannia Aachen vor 14 989 Zuschauern 2:0 (1:0).

Funkels Wechsel hatte in den zurückliegenden Tagen für Diskussionen gesorgt, unter anderem, weil sich der ehemalige Trainer von Hertha BSC im Frühjahr noch kritisch zum Wechsel seines Kollegen Felix Magath geäußert hatte. Der war nur zwei Tage nach seiner Demission bei Schalke 04 auf die Trainerbank des VfL Wolfsburg zurückgekehrt, um den Klub vor dem Abstieg zu bewahren. Gleiches soll Funkel nun in Aachen vollbringen, nur eben in der Zweiten Liga. Dass auf den 57-Jährigen noch viel Arbeit wartet, zeigte sich im Spiel gegen den 1. FC Union. Aachen stand zwar sicher in der Verteidigung, nach vorne waren die Rheinländer aber harmlos.

Union unterschied sich kaum von den Gästen, dennoch waren die Berliner in der ersten Halbzeit die bessere, weil bemühtere Mannschaft. Echte Torchancen konnte sich Union aber nicht herausspielen. So bedurfte es einer Standardsituation, um in Führung zu gehen. Fünf Minuten vor der Pause landete ein Eckball bei Patrick Kohlmann, der Verteidiger schoss den Ball scharf Richtung Aachener Fünfmeterraum, wo er von Markus Karl über die Linie gedrückt wurde. „Weil wir offensiv nicht gut waren, haben wir eine Standardsituation gebraucht, um das Spiel auf unseren Weg zu bringen. Insgesamt bin ich aber zufrieden“, sagte Unions Trainer Uwe Neuhaus. „Aachen war in der Defensive sehr gut organisiert, damit haben wir uns schwergetan“, fand auch Kapitän Torsten Mattuschka. „Am Ende war es ein dreckiger Sieg.“

Der Vorsprung gab Union mehr Sicherheit, während sich Aachen nach dem Seitenwechsel noch weiter zurückzog. Die Gastgeber drängten kurzzeitig auf das zweite Tor; John Jairo Mosquera, Torsten Mattuschka und Michael Parensen scheiterten aus der Distanz. Aachen, nun schon seit sechs Spielen ohne eigenes Tor, spielte erstaunlich passiv, obwohl die Mannschaft mit dem ehemaligen Cottbuser Sergiu Radu, Ex-Nationalspieler David Odonkor oder dem zunächst auf der Bank gebliebenen Torjäger Benjamin Auer über namhafte Akteure verfügt. Aachens Angreifer konnten Unions Verteidigung, in der Daniel Göhlert zur zweiten Halbzeit nach mehreren Wochen Verletzungspause sein Comeback für den verletzt ausgeschiedenen Ahmed Madouni feierte, nur einmal in Gefahr bringen. Fünf Minuten vor dem Ende scheiterte Auer an Unions Torhüter Jan Glinker. Im Gegenzug foulte Aachens Verteidiger Seyi Olajengbesi Unions Christopher Quiring, den Elfmeter verwandelte Torsten Mattuschka mühelos zum 2:0-Endstand.

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