2:0-Sieg gegen den HSV : Die Fortuna findet den Weg aus der Krise

Der ersehnte historische Heimsieg von Fortuna Düsseldorf ist perfekt. Nach 15 Jahren und sieben Monaten erzielten Robbie Kruse (45.+2 Minute) und Stefan Reisinger (63.) die Tore zum 2:0 (1:0) gegen den enttäuschenden Hamburger SV.

Düsseldorfs Torschütze Stefan Reisinger (M.) feiert mit seinen Kollegen Nando Rafael (l.) und Adam Bodzek.
Düsseldorfs Torschütze Stefan Reisinger (M.) feiert mit seinen Kollegen Nando Rafael (l.) und Adam Bodzek.Foto: dapd

Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hat den freien Fall in der Fußball-Bundesliga gestoppt. Nach zuvor sieben Spielen in Serie ohne Erfolgserlebnis feierte die Mannschaft von Trainer Norbert Meier am Freitagabend zum Auftakt des 13. Spieltages mit dem 2:0 (1:0) gegen den Hamburger SV den ersten Heimsieg der Saison und machte mit nunmehr 14 Punkten einen Sprung vom Relegationsrang auf Platz 13.

Nicht nur die Tore von Robbie Kruse (45.+2) und des sechs Minuten zuvor eingewechselten Stefan Reisinger (64.) waren für die Gast-Mannschaft von Trainer Thorsten Fink, zuvor zweimal ohne Gegentor, ein herber Rückschlag. Viel schwerer könnte die Verletzung von Rafael van der Vaart für den HSV, der mit 17 Zählern im Tabellen-Mittelfeld liegt, vor den folgenden Aufgaben der englischen Woche gegen Schalke 04 (Dienstag) und beim VfL Wolfsburg (Sonntag) wiegen. Düsseldorf kann hingegen etwas gelassener in die schweren Spiele bei Meister Borussia Dortmund (Dienstag) und gegen Eintracht Frankfurt (Freitag) gehen.

Fortuna-Trainer Meier veränderte seine Startformation auf einer Position: Für Ken Ilsö spielte Nando Rafael von Beginn an. Der zuletzt angeschlagene Robbie Kruse war dabei, zudem schaffte es Andrej Woronin in den Kader. Beim HSV ersetzte Dennis Aogo den angeschlagenen Marcell Jansen auf der linken Verteidigerposition. Und für den zuletzt wenig überzeugenden Artjoms Rudnevs ließ Trainer Fink mal wieder Marcus Berg ran.

Kurz vor dem Anpfiff sorgten einige HSV-Fans im Gästeblock durch das Zünden von Bengalischen Feuern für einen unschönen Auftakt, als dadurch eine am Begrenzungsgitter angebrachte Fahne Feuer fing. Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) wartete vier Minuten mit dem Anpfiff, bis Feuerwehrleute die kleinen Brände erstickt hatten. Sportlich bekamen die 54.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena dann im ersten Durchgang wenig zu sehen. Viele kleine Fehler auf beiden Seiten prägten das Geschehen. Der HSV wirkte etwas routinierter, doch die wenigen vielversprechenden Torannäherungen verpufften am gegnerischen Strafraum. Die Düsseldorfer waren bemüht,
agierten aber noch fahriger. Lediglich eine scharfe Ecke von Ronny Garbuschewski sorgte für Aufregung, als der Mall von Milan Badejl zu Torwart Rene Adler prallte.

Einen schweren personellen Schlag mussten die Gäste hinnehmen, als sich Spielmacher van der Vaart bei einem Sprint in die Kniekehle fasste und in der 32. Minute gegen Tomas Rincon ausgetauscht wurde. Wenig besser erging es der Fortuna, die wenig später Abwehrchef Jens Langeneke durch Leon Balogun ersetzen musste. Doch ein Geschenk von Hamburgs Heung-Min Son, der sich einen kapitalen Fehlpass leistete, brachte Düsseldorf in der Nachspielzeit nach einem Pass von Andreas Lambertz und einem Flachschuss in die kurze Ecke durch Kruse die Führung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Garbuschewski eine weitere Chance mit einem 16-Meter-Schuss, den Adler aber parieren konnte. Dann wurde der HSV aber aktiver und hatte durch Bergs abgefälschten Schuss die erste Riesenmöglichkeit (50.). Wenig später landete ein von Kruse abgefälschter Freistoß von Hamburgs Kapitän Heiko Westermann im Tor (54), doch Referee Gagelmann gab den Treffer nicht. Berg soll vorher seinen Gegenspieler weggeschubst haben. Dann setzte sich der eingewechselte Reisinger an der Strafraumgrenze durch und traf zum 2:0 (64.). Der HSV blieb bemüht, hatte jedoch kein Glück. Ein Schuss des ehemaligen Düsseldorfers Maximilian
Beister, bester Mann beiden Hanseaten, verfehlte nur knapp das Tor. Fink brache danach noch mit Rudnjevs für Badejl einen zweiten Stürmer (73.) - vergebens. (dapd)

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