• 2:0-Sieg über AS Rom: FC Bayern München steht im Achtelfinale der Uefa Champions League

2:0-Sieg über AS Rom : FC Bayern München steht im Achtelfinale der Uefa Champions League

Pflichtaufgabe erfüllt: Der FC Bayern München lässt dem AS Rom beim 2:0-Sieg erneut keine Chance und folgt somit dem BVB frühzeitig ins Achtelfinale der Uefa Champions League.

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Routinierte Freude: Bayerns Spieler beim Torjubel nach dem 1:0 durch Franck Ribery (4. v. l.).
Routinierte Freude: Bayerns Spieler beim Torjubel nach dem 1:0 durch Franck Ribery (4. v. l.).Foto: AFP

Pep Guardiola hatte nach einer Stunde die Hände in den Hosentaschen seines feinen Zwirns geschoben und beobachtete ganz ruhig – ungewöhnlich ruhig. Irgendwann drehte der Trainer des FC Bayern München wenig begeistert ab und setzte sich erst einmal auf die Bank. Auch die zweite Partie in der Uefa Champions League gegen den AS Rom war eine sehr einseitige Angelegenheit, allerdings barg der 2:0-Sieg am vierten Spieltag der Vorrunde längst nicht so rauschende Momente wie die 7:1-Gala 15 Tage zuvor im Olympiastadion von Rom.

So früh wie noch nie haben die Münchner das Achtelfinale erreicht – und das auch noch als Gruppensieger. Trotzdem dürfte Guardiola nicht alles gefallen haben, vor allem nicht in der ersten Hälfte, als der FC Bayern München Aggressivität und Biss vermissen ließen. 

Der Gegner hatte nach der Schlappe im Hinspiel die Leichtigkeit verloren, nichts war in den darauffolgenden Ligaspielen mehr von dem allseits gelobten Offensivfußball zu sehen gewesen. In München wollten die Römer aber nun wenigstens nicht die gleichen Fehler machen wie gut zwei Wochen zuvor. Trainer Rudi Garcia schickte deshalb nicht nur eine stark veränderte Mannschaft aufs Feld, Francesco Totti blieb ebenso auf der Bank wie zunächst Stürmer Gervinho oder Ashley Cole, sondern ließ auch mit zehn Mann hinter dem Ball verteidigen. Die nominelle Spitze Mattia Destro schien in erster Linie dafür zuständig zu sein, Xabi Alonso beim Spielaufbau zu stören. Eine Taktik, die auch die Dortmunder am vergangenen Samstag eine Halbzeit lang sehr erfolgreich verfolgt hatten.

Den Münchnern fehlte das Feuer, der Elan, um noch einmal einen "Abend für die Ewigkeit, der ganz Fußball-Europa erstaunt hat", wie der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge geschwärmt hatte,  zu schaffen. Ohne Arjen Robben, der wegen eines Magen-Darm-Infekts passen musste, schafften sie es nicht, Tempo ins Spiel zu bringen.

In der 18. Minuten sahen die 68.000 Besucher in der Münchner Arena die Aktion vor dem Tor der Italiener, die mit viel Wohlwollen als kleine Chance ausgelegt werden konnte: Über Philipp Lahm und Mario Götze rotierte der Ball auf die halblinke Seite zu Juan Bernat. In den Schuss des Spaniers warf sich im letzten Moment Vasilis Torosidis und klärte zur Ecke. Zwei Minuten später hätte Destro die Führung für die Italiener erzielen können. Der Italiener war auf der rechten Seite einteilt, aber statt schnell abzuschließen, versuchte er, David Alaba zu narren. Der Österreicher fiel aber nicht darauf herein, und die Chance der Gäste war vertan.

FC Bayern München mit mehr als 60 Prozent Ballbesitz

Der FC Bayern München kontrollierte das Spiel mit der gewohnt hohen Ballbesitzquote von mehr als 60 Prozent, aber Zählbares sprang dabei lange nichts heraus. Ein Geistesblitz des umsichtigen Jerome Boateng brachte dann die Führung. Der Weltmeister fing einen Abschlag von Roms Ersatzkeeper Lukasz Skorupski an der Mittellinie ab und gab den Ball schnell auf den startenden Ribery weiter. Der Franzose, der erst sein zweites Spiel von Anfang an in dieser Saison bestritt, spielte direkt auf links zu Alaba, und der legte zurück auf den Elfmeterpunkt, von wo Ribery den Ball flach ins die rechte Ecke zum 1:0 einschob.

Nach der Pause versuchten die Italiener, ihre zögerliche Angriffshaltung etwas aufgeben, und gewährten so dem Gegner mehr Raum, den die Bayern gerne annahmen, aber ohne das dringende Verlangen, doch noch ein Schützenfest zu feiern. Sie gingen mit ihren Chancen etwas nachlässig um, nur Götze schaffte es nach Lewandowskis feiner Vorarbeit noch, den Ball ins Tor zu schießen (64.). Am Ende bekam Manuel Neuer im Tor der Münchner doch noch etwas zu tun, er parierte einen fulminanten Schuss von Radja Nainggolan prächtig.

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