Sport : 2:0 über Slowakei – Paraguay nähert sich dem Achtelfinale

Ich war’s. Paraguays Enrique Vera feiert
Ich war’s. Paraguays Enrique Vera feiertFoto: dpa

Nun reift auch in der Gruppe F nach dem zweiten Spieltag die Erkenntnis. Was daran liegt, dass es nach den beiden Unentschieden am ersten Spieltag endlich einen ersten Sieger gegeben hat. Paraguay konnte vor 28 800 Zuschauern in Bloemfontain mit dem 2:0 (1:0) über die Slowakei einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Martino hat nun vor dem abschließenden Spiel gegen den Außenseiter Neuseeland vier Punkte auf ihrem Konto und wahrte die Chance darauf, den bisher größten Fußballerfolg der Südamerikaner zu verbessern. Als dieser gilt bis heute die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen. „Wir sind auf einem guten Weg. Ziel ist es jetzt, auch Gruppenerster zu werden, das können wir schaffen“, sagte Torschütze Enrique Vera.

Die Slowakei hingegen muss in der abschließenden Partie am Donnerstag gegen Italien unbedingt gewinnen, wenn die erste WM-Teilnahme nicht nach drei Spielen wieder beendet sein soll.

Fünf Bundesliga-Spieler standen in den Anfangsformationen beider Mannschaften. Die Slowaken boten Peter Pekarik vom VfL Wolfsburg, Jan Durica von Hannover 96 und Stanislav Sestak vom VfL Bochum auf, Paraguay brachte die beiden Dortmunder Profis Nelson Valdez und Lucas Barrios. Die erste Spielszene aber gehörte Paraguays Angreifer Roque Santa Cruz, ehemals Bayern München und jetzt Manchester City. Er prüfte in der zweiten Minute mit einem Schuss aus 20 Metern Jan Mucha, der den Ball zur Ecke lenkte. Der slowakische Torwart erhielt einen Vorgeschmack auf die Ereignisse der ersten Halbzeit.

In dieser dominierten die drei Bundesliga-und-Ex-Bundesliga-Stürmer aus Paraguay. Ein frecher Schuss aus spitzem Winkel von Lucas Barrios strich knapp über die Querlatte. Den schönsten Angriff trug Paraguay Mitte der ersten Hälfte vor. Lucas Barrios spitzelte den Ball vor dem Strafraum in den Lauf von Mittelfeldspieler Enrique Vera, der ihn mit dem rechten Außenrist wunderbar ins linke Toreck schlenzte. Torwart Mucha war chancenlos. Was der Mann von Legia Warschau kann, konnte er zehn Minuten später zeigen: als Santa Cruz auf ihn zustürmte und den zweiten Treffer auf dem Fuß hatte. Doch Mucha konnte seinen Schuss mit einer reflexhaften Fußabwehr entschärfen.

War die erste Halbzeit aufgrund der offensiven Bemühungen Paraguays noch ansehnlich, versank das Spiel in der zweiten Halbzeit im Nirvana. Das lag an den harmlosen Angriffen der Slowaken und den defensiveren Paraguayern. Nur noch sporadisch gelangten die Südamerikaner vor das Tor der anderen. Einmal setzte Vera einen Kopfball knapp am Pfosten vorbei. Und kurz vor dem Abpfiff entschied Riveros mit seinem Schuss von der Strafraumkante zum 2:0 das Spiel. Jetzt erst bemerkten die Slowaken, dass sie auch aufs gegnerische Tor zielen dürfen. Robert Vittek tat es, Torwart Justo Villar parierte, dann war das Spiel auch schon vorbei. Tsp

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