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2:1 gegen FSV Frankfurt : Der 1. FC Union klettert auf Rang elf

Der 1. FC Union konnte am Sonntag an die starke zweite Hälfte in Aue anknüpfen und besiegte den FSV Frankfurt hochverdient mit 2:1 (0:0). Die Berliner verbessern sich in der Zweiten Liga damit auf Platz elf.

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Torschütze Steven Skrzybski (li.) und Maximilian Thiel vom 1. FC Union bejubeln das 1:0.
Torschütze Steven Skrzybski (li.) und Maximilian Thiel vom 1. FC Union bejubeln das 1:0.Foto: dpa

Maximilian Thiel wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte. Einmal quer über den halben Platz rannte der Angreifer des 1. FC Union rüber zu Trainer Norbert Düwel, der schon mit ausgebreiteten Armen auf ihn wartete. Beide stammen aus Altötting in Bayern und kennen sich schon lange. Düwel hatte Thiel, dem Neuzugang vom 1. FC Köln, stets sein Vertrauen geschenkt und an diesem kalten zweiten Adventssonntag sollte Thiel es mit seinem ersten Treffer für den Berliner Zweitligisten zurückzahlen. Im Spiel gegen den FSV Frankfurt erzielte er Mitte der zweiten Halbzeit das 2:0 für den 1. FC Union, zuvor hatte bereits Steven Skrzybski getroffen. Frankfurt gelang in der Nachspielzeit zwar noch der Anschlusstreffer durch Edmond Kappllani, am Berliner Erfolg sollte sich aber nichts mehr ändern. Der 1. FC Union besiegte den FSV Frankfurt vor 15 802 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei mit 2:1 (0:0) und feierte den zweiten Erfolg hintereinander.

Sechs Punkte aus zwei Spielen - das war zuletzt im Oktober gelungen. Union verbesserte sich durch diese kleine Serie auf den elften Tabellenplatz. „Jetzt haben wir die 20 Punkte erreicht und noch drei Spiele bis zur Winterpause. Da geht noch was“, sagte Thiel voller Optimismus.

Die Mannschaft der Berliner scheint sich langsam zu finden

Tatsächlich gibt die Leistung aus Berliner Sicht Hoffnung auf erfolgreichere Zeiten. Union konnte gegen Frankfurt an die überzeugende zweite Halbzeit gegen Aue anknüpfen und siegte hochverdient. Spät im Jahr scheint sich die Mannschaft langsam zu finden, auch wenn Trainer Norbert Düwel gegen Frankfurt erneut seine erste Elf veränderte. Für Björn Jopek und Eroll Zejnullahu spielten dieses Mal Damir Kreilach und Steven Skrzybski. Kreilachs Startelfeinsatz war nach seinen zwei Toren in Aue erwartbar, Skrzybski rückte dagegen überraschend in die Mannschaft.

Seine Hereinnahme wirkte sich sehr positiv auf das Spiel der Berliner aus. Skrzybski,22, war immer anspielbar, er gab die meisten Torschüsse aller Spieler ab und leistete die meisten Torschussvorlagen. „Es ist vieles aufgegangen, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Düwel. Skrzybskis Hereinnahme erkärte der Trainer so: „Wir wollten mit zwei klaren Stürmern spielen, die durch ihr Tempo auch Eins-gegen-eins-Situationen lösen können.“

Tatsächlich stellten Skrzybski und sein Sturmpartner Sebastian Polter die Frankfurter Abwehr vor ständige Probleme. Beim 1:0 setzte sich Polter kurz nach der Pause auf Außen geschickt durch, seine Hereingabe nahm Skrzybski mit dem Rücken zum Tor an und verwandelte sehenswert aus der Drehung. Das 2:0 bereitete Skrzybski mit einem Zuspiel in den Lauf von Maximilian Thiel vor.

In 90 Minuten erspielten sich die Gäste keine Torchance

„Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen. Wir wollten auswärts zu Hause spielen, mit schnellem Umschaltspiel und aggressiver Zweikampfführung“, sagte Düwel. „Das ist uns gut gelungen.“ Was Unions Trainer meinte: Die bis zu diesem Spiel auswärts etwas erfolgreicheren Berliner wollten im eigenen Stadion wie in der Fremde auftreten und aus einer sicheren Defensive mit schnellen Kontern zum Erfolg kommen. Das gelang.

Die bisher so auswärtsstarken Frankfurter, die zuvor vier Mal in Folge auf des Gegners Platz gewinnen konnten, fanden nie ins Spiel und verweigerten in der zweiten Halbzeit fast vollständig die Ausübung ihres Berufs. In den gesamten 90 Minuten erspielten sich die Gäste keine nennenswerte Torchance. Erst in der Nachspielzeit konnte der eingewechselte Edmond Kapllani Unions Torhüter Daniel Haas mit einem Kopfball überwinden. Es war Frankfurts erstes Tor im fünften Spiel in der Alten Försterei. „Sehr unnötig“, fand Norbert Düwel den späten und vermeidbaren Gegentreffer und ärgerte sich darüber genauso wie über die fünfte Gelbe Karte von Abwehrspieler Toni Leistner, der damit am kommenden Sonnabend bei Eintracht Braunschweig gesperrt ist.

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