2:1 gegen Hannover : Sanou versetzt Köln in Feierlaune

Vorgezogener Karneval in Köln: Hannover 96 verliert beim FC nach Führung noch 1:2.

Jörg Strohschein
Wilfried Sanou
Wilfried Sanou feiert seinen Siegtreffer zum 2:1 für den FC.Foto: dpa

Am Ende hatten sie Wilfried Sanou alle in ihr Herz geschlossen. Nur eine Minute zuvor war der kleine Angreifer eingewechselt worden, als er in der 71. Minute an den Ball kam und den 2:1-Endstand für den 1. FC Köln gegen Hannover 96 erzielte. Dabei sah es lange Zeit nicht so aus, als könnten die Rheinländer diese Partie für sich entscheiden. Das lag allerdings nicht an den Gästen, die sich als biederer Gegner erwiesen. Vielmehr hatte die Mannschaft von Trainer Christoph Daum die größten Probleme mit sich selbst.

In der ersten Hälfte gelang ihnen ein einziger Angriff, der sich allerdings als Nachteil erweisen sollte. Kevin Pezzonis Kopfball konnte Florian Fromlowitz abfangen und den folgenden Konter verwandelte Hannovers Jan Schlaudraff von der Strafraumgrenze zur 1:0-Führung. Im Anschluss erhöhten die Kölner zumindest das Tempo und ihre Einsatzbereitschaft, auch wenn sie weiterhin Mängel im Aufbauspiel offenbarten. Dies reichte aber aus, um die Niedersachsen in Bedrängnis zu bringen und sogar noch den Ausgleich vor der Pause zu erzielen. Pedro Geromel stocherte den Ball aus kurzer Entfernung auf das gegnerische Tor, Szabolczs Huszti gelang es auf der Torlinie nicht mehr, den Ball rechtzeitig wegzuschlagen. Damit hatten die Kölner den Grundstock für eine noch engagiertere zweite Hälfte gelegt, die zwar weiterhin kein spielerisch hochwertiges Niveau bot, aber immerhin kämpferisch alles zu bieten hatte.

Nach der Führung durch Sanou, die die 47 000 im Kölner Stadion in beste Laune versetzte, hatten die Gastgeber nur noch eine gefährliche Situation zu überstehen. Aber Mike Hankes Kopfball konnte Faryd Mondragon parieren. Die Mannschaft von Dieter Hecking hatte dem Willen der Kölner letztlich nichts mehr entgegen zu setzen. Und spätestens als Jiri Stajner kurz vor dem Abpfiff wegen einer Tätlichkeit mit Rot des Feldes verwiesen wurde, verfügten die Gäste in Unterzahl nicht mehr über die nötigen Mittel, um noch auszugleichen. Während Hannover immer mehr in der Mittelmäßigkeit versinkt, dürfte die Euphorie um den 1. FC Köln nach dem Sprung auf den sechsten Tabellenplatz in den nächsten Tagen kaum noch Grenzen finden.

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