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2:1 gegen Schalke : RB Leipzig bleibt Tabellenerster vor Bayern

Auch dank einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters bleibt RB Leipzig Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Einen Tag nach dem Sieg des FC Bayern legte der Aufsteiger nach und besiegte Schalke 2:1.

Timo Werner feiert seinen frühen Führungstreffer.
Timo Werner feiert seinen frühen Führungstreffer.Foto: AFP

„Es ist, ehrlich gesagt, zum Kotzen. Gerade weil das in den ersten Sekunden eine spielentscheidende Szene ist“, schimpfte Schalkes Torhüter Ralf Fährmann nach dem<TH>Schlusspfiff beim Fernsehsender Sky. Denn auch dank einer Schwalbe endete für den Revierklub am Samstag nach der Pleite bei RB Leipzig eine Serie von zuvor zwölf Spielen ohne Niederlage. Beim 2:1 (1:1)-Sieg des weiterhin ungeschlagenen Aufsteigers hatte Schiedsrichter Bastian Dankert schon wenige Sekunden nach dem Anpfiff auf Strafstoß für Leipzig entschieden. Bei dem vermeintlichen Foulspiel handelte es sich allerdings um eine klare Schwalbe von Timo Werner. Mit dem Sieg rangieren die Sachsen weiterhin drei Punkte vor dem FC Bayern an der Bundesliga-Tabellenspitze. Beide Teams treffen am 21. Dezember aufeinander.

„Es sieht wirklich nach einer Schwalbe aus, tut mir leid, aber es war nicht meine Intention“, sagte Werner. Schiedsrichter Dankert räumte seine Fehlentscheidung später ein. „Das muss ich hier offen und ehrlich eingestehen“, sagte er bei Sky.

Vor 42 559 Zuschauern im ausverkauften Leipziger Stadion hatte der Angreifer selbst den Strafstoß verwandelt, ehe Sead Kolasinac ausgleichen konnte. Der Deutsch-Bosnier sorgte mit einem Eigentor kurz nach dem Seitenwechsel für die erneute RB-Führung. „Wir waren in der zweiten Halbzeit einfach zu passiv. Dass die Elfmeter-Szene letztlich spielentscheidend ist, ist aber natürlich bitter“, sagte Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes. Sein Trainer Markus Weinzierl sprach von einer „kapitalen Fehlentscheidung“.

Schalke war seit zwölf Pflichtspielen ungeschlagen

Nach nur 30 Sekunden war Werner auf das Tor der Gäste zugestürmt und hatte sich neben dem herauseilenden Schalker Keeper Ralf Fährmann fallen gelassen. Bastian Dankert widersprach nach dem Spiel Werner, der nach eigener Aussage vor dem Elfmeter mit dem Schiedsrichter darüber gesprochen haben will, dass er nicht von Fährmann gefoult wurde. „Es hat kein Gespräch zwischen Timo Werner und mir gegeben“, sagte Dankert. Daher habe er auch nicht seine Gelbe Karte gegen Fährmann zurück genommen.

Das Team von RB-Trainer Ralph Hasenhüttl musste bereits in der 23. Minute umstellen, da Benno Schmitz nach einem Zusammenprall mit Kolasinac von Dominik Kaiser ersetzt wurde. Der Kapitän stand als neuer Mann in der Viererkette dann auch zu weit weg von seinem Gegenspieler – so konnte Kolasinac unbedrängt ins kurze Eck einschieben, nachdem Leipzig Schlussmann Péter Gulácsi zuvor einen Schuss von Alessandro Schöpf glänzend pariert hatte. Die Gäste aus Gelsenkirchen kamen zum Ende der ersten Halbzeit immer stärker auf, so entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit einigen Chancen auf beiden Seiten.

Nach dem Wechsel erwischte erneut Leipzig den besseren Start: Einen Freistoß von Emil Forsberg verlängerte Kolasinac per Kopf unhaltbar für Fährmann unter die Latte ins eigene Tor. Und es kam noch bitterer: Benedikt Höwedes sah seine fünfte Gelbe Karte und ist für das nächste Duell gesperrt.

Leipzig erhöhte sein Tempo nach einer Stunde merklich und machte nun immer mehr Druck – vor allem auch über schnelle Konter nach Ballgewinnen oder Schalker Fehler. Gäste-Torwart Fährmann verhinderte dabei in einigen Szenen Schlimmeres. (dpa)

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