2:1 gegen TSG Hoffenheim : Bayer Leverkusen: Offensivwucht gewinnt

Eine Chance nach der anderen erspielt sich Bayer Leverkusen. Der 2:1-Erfolg gegen Hoffenheim war daher eine gute Probe für die Playoffs zur Champions League.

Wo ist der Ball? Leverkusens Calhanoglu (links) und Hoffenheims Schmid suchen nach Orientierung.
Wo ist der Ball? Leverkusens Calhanoglu (links) und Hoffenheims Schmid suchen nach Orientierung.Foto: AFP

Bayer Leverkusen ist mit dem 2:1(1:1)-Sieg gegen die TSG Hoffenheim eine vielversprechende Generalprobe gelungen. Vier Tage vor dem Playoff-Hinspiel zur Champions League bei Lazio Rom trafen Torjäger Stefan Kießling und Julian Brandt beim saisonübergreifend siebten Heimsieg nacheinander. Steven Zuber hatte die Hoffenheimer vor 27 125 Zuschauern in Leverkusen in Führung gebracht. Das 2:1 ist für Bayer der dritte Saison-Auftakterfolg in der Bundesliga in Serie. Hoffenheim unterlag beim achten Auftritt in Leverkusen schon zum siebten Mal.

Die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol ließ sich eine Woche nach dem Pokal-Aus beim Zweitligisten 1860 München anfangs weder vom Pressing der Gastgeber noch von der schlechten Bilanz aus dem Konzept bringen. Nach fünf Minuten führte Hoffenheim durch Zubers ersten Bundesligatreffer. In dieser Szene machte sich das verletzungsbedingte Fehlen von Bayer-Abwehrchef Ömer Toprak negativ bemerkbar. Leverkusens Neuzugang Jonathan Tah, für geschätzte acht Millionen Euro vom HSV verpflichtet, ist bisher noch kein gleichwertiger Ersatz.

Kevin Kuranyi blieb wirkungslos

Die Leverkusener, die im DFB-Pokal souverän 3:0 beim Viertligisten Sportfreunde Lotte gewonnen hatten, bauten nach dem 0:1 noch mehr Druck auf. Die Offensivaktionen wurden indes zumeist clever unterbunden. Als Hakan Calhanoglu aus kurzer Distanz die erste große Ausgleichschance hatte, reagierte Keeper Oliver Baumann glänzend. Auf der Gegenseite blieb der ehemalige Moskauer und Neu-Hoffenheimer Kevin Kuranyi bei seiner Rückkehr wirkungslos. Der einstige Nationalstürmer bestritt 1925 Tage nach seinem letzten Erstligaeinsatz, damals noch für Schalke, wieder eine Partie in der Bundesliga, wurde aber nach einer Stunde durch Tobias Strobl ersetzt.

Kurz vor der Pause konnte Bayer ausgleichen. Kießling schoss den Ball aus fünf Metern wuchtig in das Tor. Wendells harten Schuss hatte Baumann zuvor nur nach vorn abklatschen können. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich Einbahnstraßen-Fußball; Hoffenheim erwehrte sich der Bayer-Dauerattacken nur noch mühsam. Kießling hatte die Führung auf dem Fuß, konnte die Hereingabe von Karim Bellarabi aber nicht kontrollieren. Das 2:1 durch Brandt war die fast logische Folge der Leverkusener Offensivwucht. So siegte Bayer auch ohne den chilenischen Zugang Charles Aránguiz, der zwar auf der Ersatzbank saß, aber von Trainer Roger Schmidt noch nicht eingesetzt wurde. (dpa)

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