2:1 gegen Wolfsburg : Eisbären siegen mit Dusel, aber verdient

Endlich wieder ein Erfolg gegen eines der Top-Teams in der DEL. Beim 2:1 gegen Wolfsburg weiß auch Neuzugang Alex Roach zu gefallen.

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Kyle Wilson versucht sein Glück, kommt mit diesem Schuss aber nicht durch.
Kyle Wilson versucht sein Glück, kommt mit diesem Schuss aber nicht durch.Foto: Imago

Der Freitagabend bei den Eisbären begann leise, dann aber wurde es so ohrenbetäubend laut in der Arena am Ostbahnhof wie lange nicht mehr. Offensichtlich wollten die Fans der Berliner ihre Mannschaft nach drei Niederlagen in Serie zum Sieg brüllen – das klappte, die Eisbären siegten 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) gegen den Tabellendritten Grizzlys Wolfsburg. Die Berliner bleiben aber weiter Siebter in der Deutschen Eishockey-Liga nach 32 Saisonspielen, weil Köln im Parallelspiel bei den Krefeld Pinguinen kurz vor Schluss aus einem 0:1 noch ein 3:1 machte.

Kein Feuerwerk vor dem Einlaufen der Spieler, dann ein Meer aus Smartphone-Lichtern – bei den Eisbären gedachten sie vor dem Spiel am Freitag mit den Zuschauern den Opfern des Anschlags am Breitscheidplatz am vergangenen Montag. Nach dem Moment der Trauer sahen die 11.110 Zuschauer in der Arena ein schwungvolles Spiel – eines dieser Marke gab es bei den Eisbären daheim seit Wochen nicht mehr. Es war viel Einsatz zu sehen auf dem Eis. Besonders von den Eisbären, die zwar vor dem eigenen Tor lange Zeit unglaublich viel Dusel hatten, aber im Vorwärtsgang auch viel drauf hatten. Spencer Machacek arbeitete den Puck nach einer Kette von Wolfsburger Fehlern schon in der 6. Spielminute ins Tor.

Von  da an liefen die Wolfsburger den Berlinern hinterher. Mit Pech. Denn die Abwehr der Eisbären wirkte nicht immer stabil, was aber nicht an Alex Roach lag. Der junge Kanadier lieferte an der Seite von Micki DuPont ein ordentliches Debüt mit kleinen Fehlern ab, durfte sogar schon im Powerplay aufs Eis und zeigte ein überzeugendes Stellungsspiel. Den guten Aufbaupass wird der Verteidiger sicher auch irgendwann drauf haben, wenn er sich dann an die Liga und ihre im Vergleich zu Nordamerika größeren Eisflächen gewöhnt hat.

Als das 1:1 der Wolfsburger durch Gerrit Fauser fiel, war Roach nicht auf dem Eis. Die Berliner hatten es versäumt, nachzulegen. Das gelang dann aber DuPont mit einer Einzelleistung im letzten Drittel mit dem Tor zum verdienten 2:1-Sieg der Berliner.

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