2:2 gegen Kopenhagen : Hannover vergibt den Sieg leichtfertig

Hannover 96 musste sich im Heimspiel der Europa League gegen den FC Kopenhagen mit einem 2:2 begnügen.

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Jubel nach dem 1:0 durch Pander.
Jubel nach dem 1:0 durch Pander.Foto: dapd

Dieser von Cesar Santini getretene Ball kullerte einfach noch über die Torlinie. Es war bedenklich ruhig geworden an einem Fußballabend, an dem Hannover 96 nur wenige Sekunden zu einem erfolgreichen Ende gefehlt hatten. Die Niedersachsen mussten sich im Heimspiel der Europa League gegen den FC Kopenhagen mit einem 2:2 (1:0) begnügen. Nach Toren von Christian Pander und Sergio Pinto hatte Hannover vor 43 100 Zuschauern bis zur 90. Minute noch mit 2:1 in Führung gelegen. Aber der dänische Meister ließ seinem glücklichen Treffern zum 1:1 durch Dame N’Doye auch noch den Ausgleich durch Santini folgen. 96-Torhüter Ron-Robert Zieler hatte im Grunde nur zwei Bälle am gesamten Abend auf sein Tor bekommen. Beide landeten hinter der Linie. 

Pander und Pinto, ausgewiesene Spezialisten für die Defensivarbeit, hatten den Angreifern von Hannover 96 eigentlich schon die Show gestohlen. Um die zunächst erschreckend harmlosen Dänen zu bezwingen, hatte 96-Trainer Mirko Slomka mit Mohammed Abdellaoue, Didier Ya Konan und Jan Schlaudraff gleich drei Torjäger auf einmal von Beginn an aufgeboten. Aber das erfolglose Trio musste hinterher neidisch anerkennen, dass Pander (29.) und Pinto (82.) deutlich mehr Torgefahr zu bieten hatten als Hannovers eigentliche Abteilung Attacke.

Noch effektiver gingen aber die Dänen vor. Sie hatten in der Offensive fast nichts Zählbares zu bieten, entführten damit aber einen Punkt aus Hannover. Das 96-Heimspiel war als bester Werbung in eigener Sache gedacht, weil das Slomka-Team am Sonntag (17.30 Uhr) in der Bundesliga den FC Bayern München empfängt. Aber ein Fehler von Kapitän Steven Cherundolo kostete gegen Kopenhagen das ersehnte Erfolgserlebnis. Hannover ist in der Europa League immer noch ungeschlagen. Aber die gesenkten Köpfe der Spieler signalisierte gestern, dass sich keiner im Kreis der 96-Mannschaft darüber freuen konnte.

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