2:2 gegen Regionalligist Viktoria : Hertha BSC rettet Unentschieden

Ein Bilderbuch-Freistoß, Thomas Kraft als Außenverteidiger und ein weltbekannter 17-Jähriger – das Last-Minute-Remis von Hertha im Test gegen Viktoria Berlin.

Rahul Rahman
Alexander Esswein trifft in der 56. Minute zum 1:1.
Alexander Esswein trifft in der 56. Minute zum 1:1.Foto: Imago

„Geile Moral“, scherzte Herthas Trainer Pal Dardai nach dem Remis gegen Viktoria 1889 Berlin. Julian Schieber hatte erst eine Minute vor Schluss den Ausgleich erzielt. Nach feinem Kurzpassspiel vor dem Strafraum steckte Alexander Baumjohann auf Schieber durch, der aus kurzer Distanz vollendete. In einem offenen Spiel, in dem Hertha optisch überlegen war, ging zunächst Viktoria, keineswegs unverdient, zweimal in Führung. Vor 300 Zuschauern endete das Spiel 2:2.

Auch Dardai lobte den „gut organisierten Gegner“. Grade in der ersten Halbzeit standen die Tempelhofer defensiv gut und ließen kaum Chancen zu. Auch bei Ballbesitz trat der Achtplatzierte der Regionalliga Nordost selbstbewusst auf und ließ den Ball gut laufen. In der 30. Spielminute traf dann Stürmer Chris Reher zum 1:0. Lichtblick in Herthas erster Halbzeit war der Brasilianer Allen, der sehr aktiv im Mittelfeld die Bälle verteilte und sichtlich bemüht war Herthas Spiel anzukurbeln.

Nach dem Abpfiff lobte Dardai Torhüter Thomas Kraft

Doch richtig gefährlich wurde Hertha erst ohne Allan in der zweiten Hälfte. Nachdem der Erstligist einige gute Gelegenheiten nicht verwerten konnte, nutzte Alexander Esswein in der 56. Minute seinen erheblichen Tempovorteil gegenüber der Viktoria-Defensive und traf zum 1:1-Ausgleich. Die Gäste steckten jedoch nicht auf und gingen in der 75. Minute erneut in Führung. Serkan Tokgöz, der Kapitän der letztjährigen U-19-Bundesliga Mannschaft Viktorias, verwandelte einen Freistoß aus halbrechter Position über die Mauer sehenswert ins rechte obere Eck.

Nach dem Abpfiff lobte Dardai Torhüter Thomas Kraft, der erneut als Außenverteidiger zum Einsatz kam. „Er wollte auf dem Feld spielen und hat ordentlich Dampf gemacht. Langsam müssen wir überlegen“, schmunzelte der Trainer. Neben Kraft wirkten in der zweiten Hälfte auch die beiden 17-Jährigen Arne Maier und Florian Baak mit. Beide trainierten bereits in der U15 unter Dardai, der voll des Lobes für die beiden U19-Spieler war. „Arnes Name steht bei jedem Scout weltweit auf dem Zettel“, so Dardai. „Baak sollte eigentlich von Anfang an spielen, hat es aber nicht geschafft, weil er noch in der Schule eine Klausur schreiben musste“, erzählte der Ungar weiter.

Letztlich resümierte er: „Natürlich ist das 2:2 ärgerlich.“ Ihm war klar, dass es „nach einer harten Trainingswoche immer schwierig“ sei. Doch Priorität war es ohnehin „im Rhythmus zu bleiben“. Am Ende befand er: „Das war ein verdientes Ergebnis, auch für den Gegner.“

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