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2:2 nach Verlängerung in Lotte : RB Leipzig schafft Aufstieg in die Dritte Liga

Nach einem dramatischen Spiel schafft RB Leipzig durch ein 2:2 nach Verlängerung bei den Sportfreunden Lotte den Aufstieg in die Dritte Liga. Doch die soll für den Retortenklub nur eine Zwischenstation sein.

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Der Leipziger Bastian Schulz, Henrik Ernst und Sebastian Heidinger (von links) feiern den Abschied aus der Viertklassigkeit.
Der Leipziger Bastian Schulz, Henrik Ernst und Sebastian Heidinger (von links) feiern den Abschied aus der Viertklassigkeit.Foto: dpa

Als der Aufstieg in die Dritte Liga im dritten Anlauf vollbracht war, hatte Alexander Zorniger einen dringenden Wunsch. Mit stolzem Blick verließ der Cheftrainer von Rasenballsport Leipzig das zwischen Maisfeldern und Wiesen eingebettete Stadion der Sportfreunde Lotte, für die anstehende Zugfahrt mit seiner Mannschaft nach Sachsen ordnete er an: „Hoffentlich werden sich meine Spieler jetzt mal richtig zuschütten. Und ich schau’ mir das Ganze an.“

In Zornigers Worten zum Feierabend schwang viel Erleichterung darüber mit, den wilden Angriff des Außenseiter aus der nordrhein-westfälischen Provinz letztlich doch abgewehrt zu haben. Und zwar in der Verlängerung, in die sich Lotte dank der Tore von Kapitän Tobias Willers und Dennis Schmidt in der Nachspielzeit geackert hatte. Doch die aufkeimenden Hoffnungen der Gastgeber auf den großen Coup machte Leipzig durch Treffer von Matthias Morys und Stefan Kutschke per Foulelfmeter zunichte.

„Lotte hat in dieser Saison 40 Spiele gemacht, wir 32, das hat man in der Verlängerung gemerkt“, sagte Zorniger. Mit dem Remis im Tecklenburger Land kam RB ohne Niederlage durch eine Runde, nach der es laut Plan nun weiter nach oben gehen soll. Das Jahr 2017 galt einst als der Termin, bis zu dem der Klub in der Bundesliga angekommen sein wollte.

„RB Leipzig hat Möglichkeiten, die sind bereits erstligatauglich“, sagte Lottes Coach Maik Walpurgis. RB-Sportdirektor Ralf Rangnick aber blickte nach dem Aufstieg emotionsfrei in die Zukunft: „Wir sind schon zwei Jahre in der Vierten Liga hängen geblieben. Daran sieht man, dass man nicht so viel planen und Ziele formulieren, sondern einfach machen sollte.“

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