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2:4-Niederlage gegen Hannover : Wer befreit die Eisbären?

Gegen die Hannover Scorpions gehen die Eisbären zu Hause durch Tyson Mullock erst mit 1:0 in Führung - und verlieren letztlich mit 2:4 das Spiel und ihre Form. Es ist die vierte Niederlage im sechsten Saisonspiel.

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Reichlich Gesprächsstoff: Bei den Eisbären läuft es noch nicht rund in dieser Saison.
Reichlich Gesprächsstoff: Bei den Eisbären läuft es noch nicht rund in dieser Saison.Foto: dpa

Zumindest die Fans der Eisbären waren in Form. Die 13.800 Besucher in der Arena am Ostbahnhof feuerten die Berliner am Sonntag mit geduldiger Energie an. Nur übertrug sich davon so gut wie gar nichts auf die Spieler des deutschen Eishockeymeisters, die boten eine hilflose Vorstellung und verloren 2:4 (1:1, 0:2, 1:1) gegen die Hannover Scorpions.

Für die Eisbären war es die vierte Niederlage im erst sechsten Saisonspiel. Das ist ein erstaunlicher Wert. Verteidiger Jens Baxmann gab nach seinem 500. Pflichtspiel zu, dass er „ratlos“ sei, was die Verfassung seiner Mannschaft betreffe. „Wir haben die Stärke, uns aus einer Krise zu befreien verloren“, sagte er. So etwas wie den Berlinern im April bei der grandiosen Aufholjagd beim vierten Finalspiel in Mannheim gelang, würde ihnen momentan nicht gelingen, glaubt Baxmann. „Aus einem 2:5-Rückstand machen wir momentan kein 5:5.“

Das wäre gegen Hannover nicht nötig gewesen. Da schafften es die Eisbären nicht, nach einem 1:3-Rückstand nach zwei Dritteln das Spiel zu drehen. Dabei waren die Scorpions ja nicht Mannheim. Sie kamen als Tabellenletzter nach Berlin und hatten erst zwei Punktspiele hinter sich. Aber bei den Eisbären lief es eben wieder mal nicht. Die drei Zugänge Matt Foy, Jamie Arniel und Mark Katic konnten wieder nicht zeigen, warum Manager Peter John Lee sie aus Nordamerika nach Berlin geholt hat. Rob Zepp glaubt, dass das Trio „Zeit braucht“. Aber die drei Kanadier seien nur einer von vielen Faktoren, die bei den Berlinern zurzeit hereinspielen würden. Verletzte, Spieler außer Form, das fehlende Selbstbewusstsein – die Liste sei lang, sagt der Torwart.

Auch das angestammte Eisbären-Personal überzeugte gegen Hannover nicht. So stand bei den ersten drei Gegentoren jeweils das an sich starke Verteidigerpaar Jimmy Sharrow/Jens Baxmann auf dem Eis. Und dann hatten sich die Hannoveraner und ihr cleverer Trainer Igor Pawlow ausgeguckt, wo die Eisbären besonders verwundbar sind: Auf der rechten Seite, der Fanghandseite von Zepp. So fielen die Treffer von Ivan Ciernik zum Hannoveraner 2:1 und das 3:1 durch Scott King auf ähnliche Weise.

Tyson Mulock hatte die Eisbären im ersten Drittel noch nach schöner Einzelleistung 1:0 in Führung gebracht. Doch spätestens nachdem Arniel seinem Gegenspieler Martin Hlinka bei dessen zum 1:1 führenden Bauerntrick zugeschaut hatte, war es vorbei mit Einfällen bei den Berlinern. Es war einfältig, was die Eisbären anboten. Daran änderte auch das Tor zum 2:3 durch Florian Busch nichts. Die Eisbären kämpften zu spät, Hlinka besiegelte mit dem 4:2 die Berliner Niederlage, bei deren Analyse sich Don Jackson schwer tat. Der Berliner Trainer murmelte vor sich hin, dass seine Mannschaft intakt sei und nun „weiter kämpfen“ müsse. Über die Wichtigkeit der Faktoren „Selbstbewusstsein“ und „Zweikampfstärke“ referierte dafür sein Hannoveraner Kollege Pawlow. Damit hatte er alles gesagt – über das Spiel der Eisbären.

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