2:7 gegen die Düsseldorfer EG : Eisbären Berlin verlieren die Tabellenführung

Nach der 2:7-Niederlage löst die Düsseldorfer EG die Eisbären in als DEL-Tabellenführer ab, die Berliner sind nun hinter der DEG und den Iserlohn Roosters nur noch Dritter.

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Musste sechs Mal hinter sich greifen: Eisbären-Torwart Petri Vehanen.
Musste sechs Mal hinter sich greifen: Eisbären-Torwart Petri Vehanen.Foto: Imago

Die Spieler der Düsseldorfer EG hatten sich am Freitagabend schon unbeliebt gemacht, da hatte ihr Duell mit den Eisbären noch gar nicht begonnen. Während also auf dem Eis der Arena am Ostbahnhof die Meistermannschaft des SC Dynamo Berlin von 1966 geehrt wurde, platzten die DEG-Profis ziemlich unsensibel mitten in die Zeremonie – und sicherten sich so ihr erstes Pfeifkonzert an diesem Abend. Es sollte nicht das letzte bleiben in einem hochemotionalen Spitzenspiel der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), das vor 14.200 Zuschauern mit einem 7:2 (1:0, 2:2, 4:0) für die Gäste endete. Düsseldorf löst die Eisbären damit als Tabellenführer ab, die ihrerseits hinter der DEG und den Iserlohn Roosters jetzt nur noch Dritter sind.

Allein im ersten Drittel verteilten die Schiedsrichter 50 Strafminuten. Fast logisch fiel der Führungstreffer durch Manuel Strodel für die Düsseldorfer in Überzahl. Die Eisbären wirkten über weite Strecken unsortiert, die Personalprobleme im Team von Uwe Krupp spielten dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Besonders in der Defensive herrschte akuter Notstand, da neben den langzeitverletzten Bruno Gervais (Kreuzbandriss) und Frank Hördler (Handgelenk) auch noch Henry Haase wegen eines fiebrigen Infekts ausfiel. So kam der erst 17-jährige Maximilian Adam zu seinem Debüt in der DEL und Stürmer Florian Busch musste mal wieder in der Verteidigung aushelfen.

Im zweiten Drittel schien sich das Blatt zugunsten der Eisbären zu wenden. Barry Tallackson machte mit zwei Treffern aus dem 0:1 ein 2:1, wobei der von den Berlinern an die DEG ausgeliehene Gäste-Torhüter Mathias Niederberger dabei mehr oder weniger große Hilfestellung leistete. Doch die Berliner blieben hinten selbst anfällig, Düsseldorf nutzte die unübersehbaren Schwächen in der gegnerischen Abwehr erst zum 2:2 durch Ken Andre Olimb und dann zur erneuten Führung durch Daniel Kreutzer.

Der letzte Abschnitt begann mit einem Knaller der Eisbären. Spencer Machacek, der im Auftaktdrittel noch seine Qualitäten als Faustkämpfer unter Beweis gestellt hatte, traf in Unterzahl mit einem mächtigen Schuss das Torgestänge. Der Puck sprang von dort beinahe bis hoch zum neuen Dynamo-Meisterbanner, das vor dem Spiel zu Ehren des Eisbären-Vorgängerklubs unter das Hallendach gezogen worden war. Viel mehr sollte den Berlinern anschließend aber nicht mehr gelingen, die Defensive blieb das Hauptproblem. Düsseldorf nutzte die Schwächen der Gastgeber konsequent aus. Alexei Dmitriev, zweimal Drayson Bowman und Cristopher Minard machten aus einem knappen 3:2 binnen neun Minuten ein klares 7:2. Davon sollten sich die Eisbären nicht mehr erholen, immerhin haben sie schon am Sonntag in Düsseldorf die Gelegenheit zur Revanche, wenn es das nächste Duell gegen die DEG gibt. Dann allerdings reisen die Eisbären ihrerseits als Tabellendritter zum Spitzenreiter.

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