2. Bundesliga : Eintracht Frankfurt neuer Tabellenführer

Eintracht Frankfurt hat im spannenden Aufstiegs-Fünfkampf durch einen 6:1-Kantersieg im Stadtderby gegen den FSV Frankfurt und nach Patzern der Konkurrenz am 22. Spieltag die Spitze der 2.Fußball-Bundesliga erklommen.

Eintracht Frankfurts dreifacher Torschütze Karim Matmour (2.v.r.), bejubelt seinen Treffer zum 6:1-Endstand mit Alexander Meier.
Eintracht Frankfurts dreifacher Torschütze Karim Matmour (2.v.r.), bejubelt seinen Treffer zum 6:1-Endstand mit Alexander Meier.Foto: dapd

Nach dem 6:1 (2:0) der Eintracht am Samstag gegen den FSV Frankfurt zeigten die Rivalen am Sonntag Nerven. Der bisherige Tabellenführer Fortuna Düsseldorf unterlag 1:2 (1:1) bei 1860 München, die SpVgg Greuther Fürth kam nicht über ein 0:0 beim Abstiegskandidaten FC Ingolstadt hinaus.

Damit liegt die Eintracht mit 46 Punkten nun vor dem FC St. Pauli (45), Fürth, Düsseldorf (beide 44) und dem SC Paderborn (43). St. Pauli hatte am Freitag 1:0 beim MSV Duisburg gewonnen. Die Paderborner, die am kommenden Sonntag die Eintracht empfangen, spielten 2:2 gegen Dynamo Dresden.

Eintracht-Trainer Armin Veh wird die Begegnungen der Konkurrenz am Sonntag mit Genugtuung verfolgt haben. Nach dem 1:1 in Düsseldorf durch einen späten Foulelfmeter hatte seine Mannschaft im Stadtderby gegen den FSV selbst Frustbewältigung betrieben. „Das Spiel in Düsseldorf hatte ich immer noch nicht abgehakt. Aber jetzt kann ich wieder lachen“, sagte Veh: „Wir haben schönen Fußball gespielt.“ Dies galt nicht zuletzt für den dreifachen Torschützen Karim Matmour.

Düsseldorf musste in München dagegen einen schweren Rückschlag hinnehmen. Stefan Aigner (6.) und Necat Aygün (80.) trafen für die „Löwen“, die bei einem Spiel weniger nur noch sechs Punkte hinter der Fortuna liegen. Für die nunmehr seit drei Spielen sieglosen Gäste hatte es ohne ihren gesperrten Torjäger Sascha Rösler nur zum zwischenzeitlichen 1:1 durch Maximilian Beister (44.) gereicht. Trainer Norbert Meier beklagte nach dem Schlusspfiff die vielen vergebenen Chancen.

Auch DFB-Pokal-Halbfinalist Fürth tat sich beim 0:0 in Ingolstadt ungewohnt schwer, sicherte sich aber zumindest einen Punkt. „Wir haben zu wenige Lösungen gefunden“, haderte Trainer Mike Büskens. Ingolstadt musste die letzten zehn Minuten nach einer Roten Karte gegen Marino Biliskov in Unterzahl auskommen. Ebenfalls 0:0 trennten sich Alemannia Aachen und Hansa Rostock bei schwierigen Platzverhältnissen. Die Begegnung wurde wegen
heftigen Schneefalls mit einer halben Stunde Verspätung angepfiffen. Rostock bleibt Tabellenletzter.

Eine turbulente Partie mit drei Foulelfmetern und einer Roten Karte sahen die Zuschauer bei der Begegnung zwischen dem VfL Bochum und Union Berlin. Nach einem Wechselbad der Gefühle behielt der VfL am Ende mit 4:2 (1:0) die Oberhand. Mimoun Azaouagh (40.) und Giovanni Federico (63.) jeweils per Strafstoß brachten die Gastgeber 2:0 in Führung. Union zeigte nach dem Platzverweis gegen Christoph Menz große Moral, glich in Unterzahl durch Patrick Zoundi (65.) und einem verwandelten Strafstoß von Silvio (72.) aus. Doch Mirkan Aydin (77.) und Federico (81.) sorgten schließlich noch für ein Bochumer Happy-End. (dapd)

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