2. Bundesliga : Gladbach enteilt seinen Verfolgern

Am 28. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga untermauert Borussia Mönchengladbach seine Ambitionen auf die Rückkehr in die Erstklassigkeit mit einem deutlichen Sieg. Mit 1899 Hoffenheim patzt zudem der härteste Verfolger. Der SC Freiburg wahrt seine Aufstiegschance.

Gerd Münster[dpa]
Gladbach Marin Neuville
Doppelter Jubel: Die Gladbacher Marko Marin und Oliver Neuville (l.) treffen beide im Spiel gegen Fürth - Marin sogar zweimal. -Foto: dpa

München Borussia Mönchengladbach ist in der 2. Fußball-Bundesliga so gut wie durch. Mit dem eindrucksvollen 3:0 im Spitzenspiel am Sonntag gegen die SpVgg Greuther Fürth macht der Spitzenreiter einen großen Schritt auf dem direkten Weg zurück ins Fußball-Oberhaus und hält Verfolger 1899 Hoffenheim auf Distanz. Beim 1:2 gegen Alemannia Aachen geht der Aufsteiger erstmals nach zehn Spielen ohne Niederlage wieder als Verlierer vom Platz.

Der SC Freiburg wahrt mit dem 2:0 gegen Kellerkind FC Carl Zeiss Jena seine Aufstiegschance und zieht mit Mainz 05 nach Punkten gleich. Der FSV hatte mit dem 1:2 am Freitag in Augsburg Platz drei an den 1. FC Köln verloren, der beim 2:2 bei Schlusslicht SC Paderborn aber ebenfalls enttäuschte.

Freiburg kehrt in Erfolgsspur zurück

Nach dem vierten Heimsieg in Serie und 55 Punkten kann Spitzenreiter Gladbach für die erste Liga planen, während Fürth im Rennen um Platz drei wertvollen Boden einbüßt. In einer temporeichen Spitzenbegegnung trafen Marko Marin (5./56.) und Nationalspieler Oliver Neuville (50.) für die seit acht Spielen ungeschlagenen Borussen. Mit 50 Zählern behauptet Hoffenheim den zweiten Tabellenplatz, doch der Durchmarsch von der Regionalliga in die Bundesliga ist noch längst nicht perfekt. Aachens Torschützen Szilard Nemeth (48.) und Marius Ebbers (56.) besiegelten die erste Heimpleite des Provinzklubs seit fast fünf Monaten. Kai Herdlings (66.) Anschlusstreffer kam zu spät, um Hoffenheims erste Rückrunden-Niederlage zu verhindern.

Eine Woche nach dem 0:5-Debakel in St. Pauli kehrt Freiburg in die Erfolgsspur zurück und wahrt mit dem dritten Heimsieg hintereinander seine Aufstiegschance. Mohamadou Idrissou (32.) und Heiko Butscher (48.) waren für die zu Hause in der Rückrunde noch unbesiegten Breisgauer erfolgreich. Ohne Spielmacher Jan Simak war Jena chancenlos und erlitt nach zuletzt drei Siegen einen Rückschlag im Abstiegskampf.

Dagegen feiert Kickers Offenbach mit dem 2:0 gegen den TSV 1860 München dank der Tore von Fabian Johnson (30./Eigentor) und Suat Türker (56.) einen wichtigen Sieg, während die seit neun Spielen sieglosen "Löwen" der Abstiegszone entgegen taumeln. Bereits am Freitag hatten der FC Augsburg (2:1 gegen Mainz), der VfL Osnabrück (2:0 gegen Koblenz) und der FC St. Pauli (3:1 in Wehen) wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenverbleib gesammelt.

Dicke Luft in Köln

Dem 1. FC Kaiserslautern droht hingegen zehn Jahre nach dem letzten deutschen Meistertitel der Absturz in die Drittklassigkeit, doch der neue Vorstandschef Stefan Kuntz gibt die Hoffnung nicht auf. "Rein rechnerisch ist alles noch möglich, aber wir planen für beide Fälle", sagte der Ex-Nationalspieler nach dem torlosen Remis am Freitag in Aue. Die "Veilchen" haben sich dagegen so gut wie aufgegeben. "Uns hilft nur noch ein Wunder", meinte Präsident Uwe Leonhardt.

Der 1. FC Köln steht zwar wieder auf einem Aufstiegsplatz, dennoch herrscht bei den "Geißböcken" dicke Luft. "Aus dieser Leistung kann man keine Hoffnung schöpfen", sagte Manager Michael Meier, und Vize- Präsident Jürgen Glowacz kritisierte nach dem 2:2 in Paderborn offen die Aufstellung von Trainer Christoph Daum: "Mit dieser Taktik geht es nicht". Kölns Top-Torjäger Milivoje Novakovic und Patrick Helmes litten darunter, dass der etatmäßige Abwehrspieler Kevin McKenna erneut im Angriff stand. "Nova hat zu wenig Platz, Helmes ist als Rechtsaußen verschenkt“, wetterte Glowacz.

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