2. Bundesliga : Sasic soll FCK vor Abstieg retten

Der vom Abstieg in die Drittklassigkeit bedrohte Traditionsverein 1. FC Kaiserslautern hat schnell einen Nachfolger für den entlassenen Trainer Kjetil Rekdal gefunden. Der neue hat den Ruf eines Schleifers.

Jens Marx[dpa]
Milan Sasic
Milan Sasic. -Foto: dpa

KaiserslauternDer 49 Jahre alte Fußball-Lehrer wurde am Dienstag verpflichtet und gleich der Öffentlichkeit vorgestellt.

Über die Laufzeit des Kontrakts machten die Pfälzer vorerst keine Angaben. Nach der Absage von Peter Neururer galt Sasic, der sich bei der benachbarten TuS Koblenz durch den Aufstieg von der Oberliga bis ins Unterhaus einen Namen gemacht hat, als Wunschkandidat des FCK. "Der Klub befindet sich in einer Situation, die ich als Trainer eher als Herausforderung ansähe, als dass sie mir Angst mache", hatte Sasic bereits vor seiner Verpflichtung gesagt. "Sasic hat in Koblenz hervorragende Arbeit geleistet. Dem traue ich das hier bei uns absolut zu", sagte FCK-Teammanager Fritz Fuchs.

Der elfte Coach seit 1997

Sasic' Einstellung decke sich "hundertprozentig mit meiner", so Fuchs weiter. Der Ex-Profi, der selbst erst seit Anfang dieses Jahres seinen Posten beim FCK innehat, war zusammen mit Frank Aehlig auserkoren, den Nachfolger des am Samstag entlassenen Kjetil Rekdal zu finden. Sasic ist nun der elfte Trainer seit 1997 bei den Lauterern.

Sasic bleibt für seine Rettungsmission nicht viel Zeit. An diesem Sonntag steht das schwere Auswärtsspiel beim Aufstiegs-Aspiranten SpVgg Greuther Fürth auf dem Programm. Nach nur drei Siegen aus 19 Spielen und gerade mal 16 Punkten benötigen die Lauterer jeden Zähler.

Kuntz lobt Sasic

Positiv äußerte sich bereits der ehemalige FCK-Profi Stefan Kuntz über Sasic, mit dem er in der Saison 2005/2006 in Koblenz zusammenarbeitete. "Er ist geradlinig und ehrlich. Er sorgt für Disziplin - auf und außerhalb des Platzes", wurde er in Medien zitiert. Das ist laut Teammanager Fuchs auch nötig. "Die Stimmung war mir zu gut. Ich habe ihnen gesagt: Das schöne Leben ist vorbei. Ihr bekommt einen vorgesetzt, der es im Gebälk ordentlich krachenlässt", hatte Fuchs den Profis noch vor der Sasic-Verpflichtung angekündigt.

Denn der einen Tag nach der 1:2-Pleite gegen den TSV 1860 München geschasste Kjetil Rekdal, den die finanziell nicht gerade auf Rosen gebetteten Pfälzer angesichts eines Dreijahresvertrages ebenso noch auf der Gehaltsliste haben wie dessen Vorgänger Wolfgang Funkel und Wolfgang Wolf, soll die Spieler an der langen Leine gehalten haben. Sasic will nun die Zügel anziehen.

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