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2. Bundesliga : Stuttgart siegt, verpasst aber die Tabellenführung

Der VfB Stuttgart und Dynamo Dresden landen im oberen Tabellendrittel knappe Siege. Im Kellerduell gelingt dem KSC mit Neu-Trainer Mirko Slomka ein wichtiger Erfolg.

Kevin Großkreutz siegte mit dem VfB Stuttgart knapp beim FC St. Pauli (Daniel Bulballa).
Kevin Großkreutz siegte mit dem VfB Stuttgart knapp beim FC St. Pauli (Daniel Bulballa).Foto: Axel Heimken/dpa

Der VfB Stuttgart hat den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga knapp verpasst. Trotz des 1:0-Erfolges beim FC St. Pauli durch den Treffer von Carlos Mané (85.) bleiben die Schwaben mit einem Tor hinter dem punktgleichen Tabellenführer Eintracht Braunschweig nur auf Rang zwei. „Das ist ein wunderschöner Sieg. Da haben wir viel Arbeit reingesteckt“, befand VfB-Coach Hannes Wolf. Den spannenden Kampf um die Tabellenspitze kann Hannover 96 am Montag fortsetzen: Gewinnen die Niedersachsen gegen den 1. FC Kaiserslautern liegt das Spitzentrio punktgleich auf den ersten drei Rängen. Braunschweig hatte sich am Samstag mit einem Last-Minute-Treffer das 1:1 bei den Würzburger Kickers gesichert.

Im Abstiegskampf feierte Erzgebirge Auge mit dem 2:1 gegen Heidenheim einen wichtigen Sieg. Das Keller-Duell zwischen dem Karlsruher SC mit dem neuen Trainer Mirko Slomka und Arminia Bielefeld entschieden die Gastgeber in einem spannenden Spiel durch die Treffer von Jorgi Figueras (63.), Dennis Kempe (65.) und Erwin Hoffer (82.) mit 3:2 für sich. „Diese zweite Halbzeit hat für alles entschädigt. Das war fantastisch, da war alles drin, was den Fußball ausmacht“, sagte Slomka nach seinem Debüt. Schlusslicht bleibt der FC St. Pauli trotz einer guten Vorstellung. „Wir waren heute mehr als auf Augenhöhe und hätten genauso gewinnen können“, meinte Trainer Ewald Lienen.

Die beste Mannschaft der letzten zehn Spiele ist Dynamo Dresden. Mit dem zweiten Auswärtssieg in Serie schob sich die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus auf Rang fünf. Die Treffer zum 2:1-Erfolg in Nürnberg erzielten Philip Heise (31.) und Erich Berko (46.). Lukas Muhl traf für die Gastgeber.

Trotz des glücklichen Punktgewinns in Würzburg durch Christoffer Nyman war Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht mächtig verärgert. „Die erste Halbzeit war eine Frechheit. Wir werden in der kommenden Woche sicher nicht zur Tagesordnung übergehen können“, sagte der Braunschweiger Trainer nach dem Remis bei den starken Würzburgern. Trainer Bernd Hollerbach hätte die drei Punkte gerne behalten. „Wir waren nicht clever genug“, befand der Coach.

Verfolger Nummer eins des Spitzentrios ist Union Berlin nach dem 2:1-Sieg gegen den VfL Bochum. Dank Rückkehrer Sebastian Polter, der nach dem 0:1-Rückstand mit dem Ausgleichstreffer die Wende einleitete, kletterte die Elf von Trainer Jens Keller auf Rang vier. „Mit dem Tor konnte ich vielleicht ein bisschen einen Ruck in die Mannschaft kriegen“, meinte der Torjäger. Den Siegtreffer für Union erzielte Steven Skrzybski.

Völlig von der Rolle präsentierte sich hingegen Fortuna Düsseldorf. Die Rheinländer kassierten zum Rückrundenauftakt eine bittere 0:3-Niederlage gegen den SV Sandhausen. „Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit dem Auftreten meiner Mannschaft, vor allem in der ersten Hälfte war es ein grottenschlechter Kick“, befand Trainer Friedhelm Funkel.

1860 München feierte zum Einstand des neuen Trainers Vitor Pereira gleich einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Ivica Olic und Michel Liendl trafen zum 2:1-Erfolg der Löwen gegen die SpVgg Greuther Fürth. Doch der Portugiese war nur bedingt mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. „Fußball ist nicht nur Ergebnis. Ich will mehr Qualität haben. Taktisch und technisch war das sicher kein fantastisches Spiel“, meinte Pereira. (dpa)

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