2. Fußball-Bundesliga : Freiburg gewinnt beim FCK

Der SC Freiburg meldet sich eindrucksvoll in der 2. Fußball-Bundesliga zurück. Nur eine Woche nach dem ersten Saisonsieg fügten die Breisgauer dem 1. FC Kaiserslautern die erste Heimniederlage zu.

Kaiserslautern - Vor 30.736 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion brachte Roda Antar Freiburg verdient Mitte der ersten Halbzeit in Führung (21.). Aimen Demai sorgte bei den enttäuschenden "Roten Teufeln" noch vor der Pause für zwischenzeitliche Hoffnung (37.). Doch der überragende Jonathan Pitroipa (64.), der an allen Freiburger Toren beteiligt war, und Soumaila Coulibaly (88.) legten nach der Pause zum Endstand von 3:1 für die Gäste nach.

Die überwiegend Lauterer Fans auf dem Betzenberg dürften sich über weite Strecken der ersten Halbzeit verwundert die Augen gerieben haben. Nicht die favorisierten "Roten Teufel" sondern der katastrophal in die Saison gestartete Gast bestimmte das Geschehen. Gegen den druckvoll agierenden Sport-Club war der FCK über weite Strecken überfordert. Durch frühes Angreifen und mit Tempogegenstößen nahmen die Breisgauer sofort das Heft in die Hand und kamen schon früh zu vielversprechenden Aktionen.

Zunächst konnte Daniel Schwaab aus Nahdistanz die offensichtliche Verwirrung in der Pfälzer Hintermannschaft mit einem Hackentrick noch nicht nutzen (4.). Dann übersah Karim Matmour den freistehenden Pitroipa und schloss einen Konter überhastet ab (13.). Nur vier Minuten später rutschte Coulibaly an einer flachen Hereingabe des auffälligen Pitroipa vorbei. Kurz darauf zahlte sich Freiburgs ständiges Anrennen aus. Pitroipa bediente Antar, der Jürgen Macho per Direktabnahme überwand (21.). Danach wachte der FCK langsam auf. Dennoch fiel der Ausgleich durch Demai völlig überraschend (37.). Erst danach konnten die Hausherren die Partie bis zum Pausenpfiff offen gestalten.

Duell auf niedrigem Niveau

Nach dem Seitenwechsel verflachte das Spiel zusehends. Während die Lauterer weiterhin nicht an die Leistungen der vergangenen Partien anknüpfen konnten, ließen bei den Gästen nach dem temporeichen Spiel der ersten Halbzeit nun offensichtlich die Kräfte nach. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell auf niedrigem Niveau ohne große Höhepunkte. Erst Pitroipa sorgte nach gut einer Stunde wieder für Belebung. Zunächst setzte er den Ball im Fallen artistisch noch deutlich über die Latte (63.). Aber nur eine Minute später düpierte er die Pfälzer Abwehr und Keeper Macho, als er von Antar geschickt auf dem rechten Flügel auf und davon zog, um den Ball schließlich im verwaisten Tor zur neuerlichen Freiburger Führung zu versenken.

Erst jetzt ging erneut ein leichter Ruck durch die Pfälzer Reihen. Ein Schuss von Tamas Hajnal, der deutlich drüber ging, war das erste ernst zu nehmende Lebenszeichen des FCK nach der Pause (71.). Sechs Minuten später war es erneut der Ungar. Dieses Mal wurde sein Schuss von der Strafraumgrenze zur sicheren Beute von Freiburgs Alexander Walke. Für den FCK war es die letzte vielversprechende Szene. Kurz vor dem Abpfiff beseitigte Coulibaly nach Vorarbeit von Pitroipa die letzten Zweifel am verdienten Freiburger Erfolg. (tso/ddp)

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