2. Liga : Fürth in Aufstiegsform - Mainz nur Remis gegen 1860

Die SpVgg Greuther Fürth landete im Zweitligaspiel beim FC St. Pauli den vierten Sieg in Folge und ist ein ernsthafter Kandidat für den Aufstieg. Gleichzeitig kam es den Franken gelegen, dass Mitkonkurrent Mainz 05 im Heimspiel gegen 1860 München Punkte liegen ließ.

Mainz 05 - 1860 München
Der Mainzer Felix Borja (r.) und der Münchner Mathieu Beda versuchen an den Ball zu kommen. -Foto: dpa

MünchenSpitzenreiter SC Freiburg ist auf Bundesligakurs und die SpVgg Greuther Fürth in Aufstiegsform - nur der FSV Mainz 05 tanzte aus der Reihe. Am 19. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga büßten die Rheinhessen beim schmeichelhaften 2:2 (2:1) am Sonntag gegen den TSV 1860 München zwei wichtige Punkte ein, während Fürth mit dem 3:0 beim FC St. Pauli seine Aufstiegsambitionen untermauerte. In Ahlen ging der Höhenflug des FC Augsburg zu Ende - die Schwaben kassierten beim 1:2 gegen Rot Weiss die erste Pleite nach zuvor elf Spielen ohne Niederlage.

MSV Duisburg pirscht sich nach oben

Auf dem Vormarsch ist dagegen Bundesliga- Absteiger MSV Duisburg, der sich gegen den SV Wehen Wiesbaden glücklich mit 2:1 durchsetzte. Das Aufsteigerderby zwischen dem FC Ingolstadt und Rot-Weiß Oberhausen endete torlos unentschieden. Freiburg hatte mit dem 4:1 am Freitag gegen den VfL Osnabrück erstmals in dieser Saison die Tabellenführung erfolgreich verteidigt. "Wenn die Freiburger so weiter spielen, dann steigen sie auf", meinte VfL-Coach Claus-Dieter Wollitz. Die Breisgauer haben die Tabellenführung zumindest bis Freitag sicher, mit einem Sieg im Topspiel an diesem Montag (20.15 Uhr) beim 1. FC Nürnberg kann der 1. FC Kaiserslautern aber Mainz vom dritten Platz verdrängen.

Wie Freiburg präsentierte sich auch Fürth in Aufstiegsform. Die Franken behaupteten mit dem vierten Sieg nacheinander Platz zwei. Ivo Ilicevic (7.) und Stefan Reisinger (30./88) mit seinem Saisontoren neun und zehn sowie Torwart Stephane Loboué, der einen Foulelfmeter von Florian Bruns (45.) parierte, hielten die Kleeblätter auf Aufstiegskurs, während St. Paulis Vormarsch nach der ersten Saison-Heimniederlage vorerst zu Ende ist.

Mainz liegt 2:0 vorn, kann aber nicht gewinnen

Am Mainzer Bruchweg brachten Florian Heller (4. Minute) und Felix Borja (34.) die Mannschaft von Trainer Jörn Andersen in Führung, doch die spielerisch und kämpferisch besseren Löwen kamen durch die Treffer von Manuel Schäffler (37.) und Ex-Nationalspieler Benjamin Lauth (66.) zu einem hochverdienten Punkt. 1860-Coach Marco Kurz ist zwar seit fünf Spielen ohne Sieg, doch nach dem starken Auftritt dürfte der neue Sportdirektor Miroslav Stevic die Arbeit des Trainers nicht in Frage stellen.

Mit dem ersten Heimsieg unter der Regie von Trainer Peter Neururer startete der MSV Duisburg seine Aufholjagd. Dorge Rostand Kouemaha (6.) und Cedrick Makiadi (39.) schossen die seit fünf Spielen ungeschlagenen Zebras auf den siebten Tabellenplatz. Die auswärts sieglosen Wehener erhielten eine Woche nach dem vielversprechenden 1:0 gegen Aachen wieder einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Der FC Augsburg büßte nach der Nullnummer gegen Nürnberg zum Rückrundenstart erstmals seit über vier Monaten wieder drei Punkte ein. Nach der FCA-Führung durch Uwe Möhrle (43.) trafen Lars Toborg (53.) per Foulelmeter und Kevin Großkreutz (88.) für Aufsteiger Ahlen.

Krisen-Klub Hansa Rostock gab am Freitag auf dem Aachener Tivoli wieder ein Lebenszeichen von sich, aber auch den sicher geglaubten ersten Auswärtssieg aus der Hand. "Wir sind maßlos enttäuscht", sagte Hansa-Trainer Dieter Eilts nach dem bitteren 3:3, "aber die Mannschaft hat heute gezeigt, wozu sie in der Lage ist." Freude pur herrscht dagegen beim FSV Frankfurt, der mit dem 3:1 im Kellerderby bei TuS Koblenz den dritten Sieg in Serie feierte. Torschütze Matias Cenci lobte die "positive Mentalität in der Mannschaft. Wenn du kämpfst ohne Ende, wirst Du irgendwann belohnt." (mbo/dpa)

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