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20. Todestag von Ayrton Senna : Sebastian Vettel: "Ich habe gehofft, dass er nur verletzt ist"

Zum 20. Todestag von Formel-1-Legende Ayrton Senna erinnert sich der amtierende Weltmeister Sebastian Vettel an den Unfall in Imola, den er 1994 als Kind im Fernsehen miterlebte.

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Ayrton Senna kurz vor dem Start zu seinem letzten Grand Prix am 1. Mai 1994 in Imola.
Ayrton Senna kurz vor dem Start zu seinem letzten Grand Prix am 1. Mai 1994 in Imola.Foto: AFP

Im Tagesspiegel (Mittwochausgabe) erzählt Vettel, dass er seit 1991 die Rennen des Brasilianers gemeinsam mit seinem Vater am Fernseher verfolgt habe. Den tödlichen Unfall vor 20 Jahren habe er live am Fernseher verfolgt. "Aber als Kind, mit sieben Jahren, ist es sehr schwierig, sofort zu begreifen, was da wirklich passiert. Ich weiß noch, dass ich lange mit meinem Vater vor dem Fernseher saß. Dass nicht klar war, was ihm nun wirklich passiert war, und ich hoffte, dass er vielleicht doch nur verletzt ist. Ich glaube auch, dass mein Vater schon mehr verstanden und gewusst hat, aber es mir auch nicht so direkt sagen wollte."

Sennas Tod sei "ein riesiger Verlust für die Formel 1" gewesen, "aber gleichzeitig begann damals ja dann auch der große Aufstieg von Michael Schumacher so richtig, der erste richtig erfolgreiche deutsche Fahrer in der Formel 1 seit ewigen Zeiten. Damit hat sich unsere gemeinsame familiäre Unterstützung dann halt fast logischerweise ihm zugewandt."

Später habe Vettel dann in der Formel 1 mit Ingenieuren gesprochen, die mit Senna gemeinsam gearbeitet hätten. "Besonders erinnere ich mich an die Gespräche mit Sennas Ingenieur Giorgio Ascanelli, am Anfang meiner Karriere, bei Toro Rosso. Es war natürlich eine große Ehre, dass der mich damals hin und wieder ein bisschen mit ihm verglichen hat."

Am meisten beeindruckt habe ihn an Senna, "dass er die Fähigkeit besaß, seinen einzigartigen Charakter, seine starke Persönlichkeit und seine Menschlichkeit mit ins Auto zu transferieren. Und diesen Charakter auch auf der Strecke, in seinem Fahrstil, seiner Art, Herausforderungen anzugehen, auszudrücken. Er hat diese Seite von sich mitgenommen, wenn er seine Rennen gefahren ist – und das ist wohl der Grund, warum sich die Leute immer noch so intensiv an ihn erinnern."

Das ausführliche Interview mit Sebastian Vettel lesen Sie am Mittwoch (30. April 2014) im gedruckten Tagesspiegel.

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