Sport : 200 m Freistil-Finale: Thorpe abgehängt von van den Hoogenband

Australiens Schwimm-Superstar Ian Thorpe versetzte 17 500 Fans im Schwimm-Stadion zwar erneut in Ekstase, das dramatische Finale über 200 m Freistil verlor er aber gegen den Niederländer Pieter van den Hoogenband, der sein erstes Gold in Sydney gewann und dabei seinen eigenen Weltrekord (1:45,35) einstellte. Der Niederländer hatte die Bestmarke erst einen Tag zuvor im Halbfinale aufgestellt. Es war bereits die neunte Weltrekordzeit der einmaligen Schwimm-Show von Sydney. "Es war ein unglaubliches Rennen, jetzt wird gefeiert. Das war die Hölle", sagte van den Hoogenband. Thorpe bat völlig unnötig um Entschuldigung: "Ich hoffe, die Leute sind nicht enttäuscht. Die Atmosphäre war riesig, aber sie ist nicht immer eine Sieggarantie." Der 17-Jährige erwies sich zudem als Gentleman: "Es war eine Ehre für mich, an diesem Rennen beteiligt zu sein. Pieter war so gut, ich konnte ihn einfach nicht schlagen."

Einen Überraschungssieg gab es über 100 m Brust der Frauen. Nicht die favorisierte Weltrekordlerin Penny Heyns aus Südafrika gewann Gold, sondern die erst 16-jährige US-Amerikanerin Megan Quann. Auf den letzten 15 Metern hängte die 16-Jährige die bis dahin führende Südafrikanerin ab und siegte mit 1:07,05 Sekunden. Heyns, die 1996 in Atlanta Gold über 100- und 200-Meter Brustschwimmen gewonnen hatte, musste sich im Schlussspurt auch der 15-jährigen Australierin Leisel Jones geschlagen geben, die mit 1:07,49 Silber gewann. Heyns holte Bronze mit 1:07,55. Die 31-jährige Deutsche Sylvia Gerasch wurde bei ihrem ersten Olympiastart Letzte. Die Berliner erreichte 1:09,86 Sekunden und war damit erheblich langsamer als bei ihrem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften. Dennoch war sie hochzufrieden. "Mit dem Erreichen des Finals haben sich meine Erwartungen erfüllt", sagte die frühere Weltmeisterin.

Zu einer echten Pleite wurde neben dem Rennen von Franziska van Almsick über 200 m Freistil auch der 200-m-Schmetterling-Auftritt von Thomas Rupprath. Der Deutsche Meister schlug nach für ihn miserablen 1:58,96 Minuten an und verpasste damit den Finaleinzug. Sang- und klanglos schieden auch Sabine Klenz und Nicole Hetzer über 200 m Lagen aus. Klenz kam im Halbfinale nicht über 2:17,51 Minuten hinaus, Hetzer enttäuschte mit 2:18,08 Minuten.

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